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Das ist eine Meldung

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Case Reports

Interventionen

Interventionen
Donnerstag, 9. Mai 2024 · 15:45 bis 16:30 Uhr
Diese Veranstaltung findet ausschließlich als Präsenzveranstaltung im Rhein-Main-Congress-Center in Wiesbaden statt. Diese Veranstaltung kann nicht über einen Stream sondern nur vor Ort besucht werden.
9
Mai

Donnerstag, 9. Mai 2024

15:45 bis 16:30 Uhr · Raum: RöntgenFORUM  in Kalender übernehmen:   iCal  ·  Google

Veranstaltungsdetails

Veranstalter
Deutsche Röntgengesellschaft e.V.
Art
Case Reports
Thema
Interventionelle Radiologie
Zielgruppe
Andere, Ärzte in Weiterbildung (AiW), Fachärzte, Ingenieure / Naturwiss., MTR, Studenten

Zertifizierungen

Der RÖKO WIESBADEN wird im Rahmen einer Kongresszertifizierung durch die LÄK Hessen bewertet. Bitte beachten Sie die Hinweise unter A bis Z.

Informationen

Moderation
Anne Frisch (Berlin)
Jens Ricke (München)

Ablauf

15:45 - 15:48

Vortrag (Case-Report)

Nierenarterienverschluss. Warum trotz fortgeschrittener renaler Ischämiezeit die interventionelle Radiologie ein Hoffnungsträger bleibt.

Melanie Portugall (Lübeck)

weitere Autoren

Jörg Barkhausen (Lübeck) / Roman Klöckner (Lübeck) / Philip Muck (Lübeck) / Franz Wegner (Lübeck)

Einleitung

Die renale Ischämiezeit wird im klinischen Einzelfall kontrovers diskutiert. Fest steht, dass die Sauerstoffversorgung des Nierengewebes nach akutem Nierenarterienverschluss rasch abfällt (1) und in Kombination mit einer verminderten glomerulären Perfusion umgehend zu renalen Funktionseinschränkungen führt (2). Während allgemeiner Konsens darüber besteht, dass eine frühzeitige Behandlung die ischämische Schädigung der Niere verringert, besteht Unklarheit über den Nutzen einer Behandlung nach längerer Ischämiezeit (3).

Anamnese

Ein 78-jähriger Patient stellte sich mit akuter Nierenschädigung, seit einer Woche bestehender Anurie und deutlich erhöhten Nierenretentionsparametern (eGFR 2 ml/min/1,73) vor. Bei Z. n. EVAR zeigte die aktuelle CTA bei funktioneller Einzelniere einen neuen Verschluss der linken Nierenarterie. Die farbkodierte Duplexsonographie ergab eine minimal erhaltene Perfusion der linken Niere. Somit war von einer Vita minima auszugehen, nachdem sich 3 Wochen zuvor im Vor-CT die linke Nierenarterie noch offen darstellte. Im interdisziplinären Konsens fiel trotz mutmaßlich mehrtägiger renaler Ischämiezeit der Entscheid zur interventionellen Therapie. Der Verschluss wurde mittels hydrodynamischer Thrombektomie und Stentgraftimplantation erfolgreich therapiert. Am nächsten Morgen setzte die Diurese des Patienten wieder ein (300 ml). Der Patient konnte nach 14 Tagen mit einer GFR von 20 ml/min/1,73 ohne Dialysepflichtigkeit entlassen werden.

Diskussion

Auch bei weit fortgeschrittener renaler Ischämiezeit kann die interventionelle Revaskularisierung bei akutem Nierenarterienverschluss zur Wiederherstellung der Nierenfunktion führen und die Dialysepflichtigkeit verhindert werden. Für eine gute Therapieentscheidung ist ein interdisziplinäres Vorgehen unter Berücksichtigung patientenspezifischer Entscheidungskriterien sinnvoll. Diesbezüglich scheint ein erhaltenes renales Duplexsonographie-Signal, als Korrelat einer Vita Minima, einen relevanten prognostischen Faktor darzustellen.

Bilder (JPG, DCM, DICOM)

15:48 - 15:51

Vortrag (Case-Report)

Sicherung eines HCC-Rezidivs nach Radioembolisation mittels transjugulärer Leberbiopsie

Ziad Maksoud (Münster)

weitere Autoren

Max Masthoff (Münster) / Michael Köhler (Münster) / Walter Heindel (Münster) / Philipp Schindler (Münster)

Einleitung

Die transjuguläre Leberbiopsie (TJLB) führt zu einer nicht zielgerichteten Probenentnahme und ist in der Regel diffusen Lebererkrankungen vorbehalten (1). Der transjuguläre Ansatz ist primär nicht für die Diagnose eines hepatozellulären Karzinoms (HCC) vorgesehen, da die Diagnose auf der Grundlage des typischen Kontrastmittelverhaltens in CT und MRT oder einer ergänzenden gezielten perkutanen Biopsie gestellt wird (2). Wir präsentieren einen sehr seltenen Fall einer TJLB-basierten Sicherung eines bildgebungsnegativen HCC-Rezidivs nach Radioembolisation.

Anamnese

Vorstellung eines 57-jährigen Patienten mit multifokalem HCC, ED 12/2021, BCLC B, iAFP 1175 ng/ml und Progress unter auswärtiger Chemoembolisation (TACE) zur Radioembolisation (SIRT, Abb. 1). Complete response 3 Monate nach SIRT (Abb. 2). Im weiteren Verlauf massiver AFP-Progress (15000 ng/ml 4 Monate nach SIRT), daher erweiterte Umfelddiagnostik mit diagnostischer DSA (Abb. 3), CT und Skelettszintigraphie, ohne Nachweis eines Tumorrezidivs oder ossärer Metastasen. Ergänzende FAPI-PET/MRT (3) mit Nachweis einer Therapie-assoziierten rechts hepatischen Fibroblastenaktivierung ohne HCC-Nachweis (Abb. 4). Bei derangierter Gerinnung und Aszites, Entscheid zur TJLB rechts hepatisch (Abb. 5) mit histopathologischem Nachweis eines HCC. Umstellung auf Atezolizumab/Bevacizumab, seither stable disease.

Diskussion

Die TJLB ist ein etabliertes minimalinvasives Verfahren zur Beurteilung chronischer Lebererkrankungen, insbesondere in Fällen, in denen eine perkutane Biopsie kontraindiziert oder mit einem höheren Risiko verbunden ist. Mit unserem Fallbericht demonstrieren wir einen zusätzlichen diagnostischen Wert für das Management des HCC, insbesondere nach einer Radioembolisation, wenn entzündliche und fibrotische Prozesse einen diffusen Tumorprogress maskieren.

Quellen

1) Rockey et al. doi: 10.1002/hep.22742
2) Voesch et al. doi: 10.1055/a-1589-7585
3) Wang et al. doi: 10.3389/fonc.2021.693640

Bilder (JPG, DCM, DICOM)

15:51 - 15:54

Vortrag (Case-Report)

Behandlung komplexer Aneurysmen mittels Flow Diverter

Sam Mogadas (Lübeck)

Einleitung

Die Verwendung von Flow Diverter Stents zur Behandlung intrakranieller Aneurysmen ist weit verbreitet, jedoch finden Flow Diverter bei extrakraniellen Aneurysmen nur eingeschränkte Verwendung. Dieser Fall zeigt die Effektivität von Flow Diverter Stents in der Behandlung von komplexen viszeralen Aneurysmen.

Anamnese

76-jähriger Patient mit einem bekannten komplexen viszeralen Aneurysma der Größe 75 x 45 x 30 mm. Das Aneurysma betraf den Truncus coeliacus, die A. hepatica communis und A. hepatica sowie die Bifurkation der rechten und linken A. hepatica (Figure 1).
Coil-Embolisation der Milzarterie zur Verhinderung eines Rückflusses (back-flow). Anschließend wird ein Flow Diverter der Größe 7 mm x 50 mm (Derivo®, Acandis, Pforzheim) mit Landezone in der rechten Leberarterie implantiert und endet im Aneurysmasack. Die proximale Verlängerung wurde mit einem 6 mm x 40 mm großem Stentgraft (Viabahn, Gore, Newark) durchgeführt, wobei die proximale Landezone im Truncus coeliacus lag, ohne das Ligamentum arcuatum zu beeinträchtigen (Figure 2). Die postinterventionelle Angiographie zeigte bereits einen deutlich reduzierten Fluss mit partieller Stase über mehrere Sekunden. Die Kontroll-CT zwei Wochen später zeigte eine vollständige Thrombose des gecoverten Aneurysmasacks und eine regelmäßige Kontrastmittelanreicherung der gastroduodenalen und hepatischen Arterien.

Diskussion

In jedem Fall hätte die Verwendung eines Stentgrafts entweder die linke oder rechte Leberarterie abgehangen, da das Aneurysma die Leberbifurkation betraf. Dieser Fall zeigt die Bedeutung von Flow Diverter Stents in der Behandlung komplexer Aneurysmen viszeraler Arterien mit Seitenästen. Der Einsatz eines Flow Diverters ermöglicht die Behandlung von Aneurysmen mit Seitenästen und erweitert damit die Behandlungsmöglichkeiten für komplexe Aneurysmen, insbesondere der Viszeralgefäße.

Quellen

DOI: 10.1155/2014/415653
DOI: 10.1186/s42155-020-00137-y
DOI: 10.1016/j.avsg.2018.05.072

Bilder (JPG, DCM, DICOM)

15:54 - 15:57

Vortrag (Case-Report)

Falldarstellung einer erfolgreichen Implantation einer WRAPSODY-Endoprothese in die Portalvene bei Luftembolie im Rahmen einer intraportalen Pankreasabszess-Perforation

Mohammed Misbahuddin-Leis (Schwarzenbach)

weitere Autoren

Krisztina Dubasz (Hof) / Muzaffer Ankolvi (Hof) / Manisha Mishra (Hof) / Husam Saad (Hof) / Thomas Mueller (Hof) / Boris Radeleff (Hof)

Einleitung

Die Implantation eines Pfortaderstents ist ein Verfahren zur Behandlung einer Pfortaderstenose oder -thrombose. Eine Obstruktion der extrahepatischen Pfortader kann durch Ösophagus- oder Magenvarizen zu portaler Hypertension, Splenomegalie und gastrointestinalen Blutungen führen (1).

Anamnese

Wir berichten über einen 58-jährigen Patienten, der sich mit erhöhten Entzündungsparametern (CRP 112 mg/l) nach subtotaler Pankreasresektion mit Splenektomie bei rezidivierender akuter und chronischer Pankreatitis in unserer Notaufnahme vorstellte. Zur postoperativen Entlastung eines Abszesses in der Bursa omentalis wurde dem Patienten notfallmäßig ein transgastrischer Metallstent eingesetzt. Eine Kontrollgastroskopie zeigte reichlich bräunlich-trübes Sekret im Magen. Eine Kontroll-CT zeigte zusätzlich einen ca. 3 cm großen Abszess im paripankreatischen Raum und Gasnachweis im Pfortadersystem mit einer Fistel von der kleinen Magenkurvatur in die Vena lienalis/ Sinus confluens venae DD einer intraportalen Perforation des peripankreatischen Abszesses DD Septische Embolie (Gasembolie). Die Indikation zur Implantation einer Endoprothese in den arrodierten Portalhauptstamm wurde gestellt.

Diskussion

Das Einsetzen eines Pfortaderstents hat sich in mehreren Studien bei der Behandlung von Pfortaderstenosen oder -thrombosen als erfolgreich erwiesen. WRAPSODY Stents sind beschichtete Stents zur Behandlung von Stenosen oder Thrombosen in peripheren Venen, die auch für die Implantation im Bewegungssegment geeignet sind (2). Obwohl sie normalerweise in der Zentralvene platziert werden, stellen wir hier einen Fallbericht über die erfolgreiche Implantation einer Wrapsody-Endoprothese in der Pfortader vor.

Quellen

1. doi: 10.9738/INTSURG-D-13-00128.1. PMID: 24444277; PMCID: PMC3897350.
2. doi: 10.1186/s12893-017-0209-y. PMID: 28143477; PMCID: PMC5286808.

Bilder (JPG, DCM, DICOM)

15:57 - 16:00

Vortrag (Case-Report)

Ischämie-Reperfusionssyndrom des Pankreas nach endovaskulärer Therapie bei symptomatischer chronischer mesenterialer Ischämie

Patrick W. Mihatsch (Würzburg)

weitere Autoren

Alexander M. Schmidt (Würzburg) / Anne Marie Augustin (Würzburg) / Annette Thurner (Würzburg) / Dominik Peter (Würzburg) / Ralph Kickuth (Würzburg)

Einleitung

Das Ischämie-Reperfusionssyndrom (IRI) nach endovaskulärer Therapie der chronischen mesenterialen Ischämie (CMI) und seine Auswirkungen insbesondere auf den Dünndarm wurden in der Literatur beschrieben. Hier präsentieren wir den seltenen Fall eines vorwiegend pankreatischen IRI nach interventioneller Zwei-Gefäß-Versorgung bei einer Patientin mit symptomatischer CMI.

Anamnese

Eine 76-jährige Patientin mit hohem kardiovaskulären Risikoprofil und bekannter Angina abdominalis (u.a. postprandiale Schmerzen und Gewichtsverlust >10 kg über die letzten 2 Jahre) stellte sich in der hiesigen Gefäßsprechstunde zur Planung einer zeitnahen endovaskulären Versorgung vor. In einer extern erfolgten 3-Phasen-CTA war bereits eine ausgeprägte arteriosklerotische Stenosierung des Abgangs von Truncus coeliacus (TC) und A. mesenteria superior (AMS) festgestellt worden. In der in domo durchgeführten Angiographie ließ sich eine subtotale Okklusion des TC und der AMS bestätigen, welche jeweils erfolgreich mittels PTA und Implantation von gecoverten Stents versorgt wurde. Wegen zunehmender Übelkeit mit Oberbauchschmerzen erfolgte 10 h nach Intervention eine Notfall-CT, die eine akute Blutung und einen Stentverschluss ausschließen konnte, jedoch eine akute ödematöse Pankreatitis mit umgebenden Flüssigkeitskollektionen sowie gastraler Beteiligung zeigte. Unter konservativer Therapie war die Pankreatitis innerhalb von 5 Tagen klinisch regredient, eine Kontroll-CT nach 3 Monaten zeigte einen vollständigen Rückgang der CT-Befunde.

Diskussion

IRI ist definiert als paradoxe Aggravation von Zellschädigungen nach Wiederherstellung des Blutflusses in vormals ischämisches Gewebe. Kenntnis über diese seltene Komplikation im periinterventionellen Kontext ist essentiell, da die endovaskuläre Versorgung zunehmend die Therapie der 1. Wahl bei Patient:innen mit symptomatischer CMI darstellt. Der vorliegende Fall zeigt erstmals die primäre Affektion des Pankreas nach endovaskulärer Rekanalisation.

Quellen

Mihatsch et al. JEVT 2023 accepted

Bilder (JPG, DCM, DICOM)

16:00 - 16:03

Vortrag (Case-Report)

Spondylitis/-diszitis und sacciformes Aortenanerysms – Zufall oder Kausalität?

Igor Nikiforov (Lübeck)

weitere Autoren

Jörg Barkhausen (Lübeck) / Roman Klöckner (Lübeck) / Malte Sieren (Lübeck)

Einleitung

Sowohl eine Spondylitis/-diszitis als auch ein Aortenaneurysma haben hohe Morbiditäts-/Mortalitätsraten(1,2). Sodass bereits das Management einer dieser Pathologien eine Herausforderung für den Patienten und das behandelnde Team darstellt. Die Koinzidenz beider Pathologien hat grundlegende Folgen für die Therapie und mögliche Komplikationen (3). Wir stellen einen Fall vor, bei dem eine bisher nicht erkannte Spondylitis zu einem rupturgefährdeten sacciformen Aortenaneurysma führte.

Anamnese

Eine 84-jährige Patientin wurde mit chronischen Rückenschmerzen seit 6 Monaten und erhöhten Entzündungsparametern zur Abklärung einer Riesenzellarteriitis mittels einer PET-CT eingewiesen. Neben kardialen Vorerkrankungen war eine seropositiven RA bekannt. Zudem hatte die Patientin vor 6 Monaten eine Sepsis durchgemacht. In der PET-CT wurde der V.a. Spondylitis in BWK 12 gestellt, diese und ein paravertebraler/-aortaler Abszess wurden durch eine MRT bestätigt. Zusätzlich wurde direkt angrenzend ein sacciformes, mykotisches Aortenaneurysma diagnostiziert. Mittels CTA wurde auch diese Diagnose gesichert.
Die Reihenfolge der therapeutischen Interventionen wurde im lokalen Gefäßboard diskutiert. Schließlich wurde zuerst das Aneurysma mittels Stentgraft versorgt. Anschließend erfolgte eine diagnostische Punktion des Abszesses mit Nachweis von Staph. aureus.

Diskussion

Das gleichzeitige Auftreten einer Spondylitis und eines mykotischen Aortenaneurysmas ist sehr selten und stellt sowohl in der Diagnostik als auch in der Therapie eine Herausforderung dar. Dabei kann ein koordiniert schnelles Handeln in solchen Fällen lebensrettend sein. Dieses schließt neben der Aneurysmaversorgung auch die Feindiagnostik der Entzündung, ggf. eine Abszessentlastung und eine frühzeitige, möglichst gezielte antibiotische Therapie mit ein. Wird die Entzündung als Ursache übersehen, kann dies wiederum zu schwerwiegenden Komplikationen z.B. Stentgraftinfektionen führen (3).

Quellen

Bild 1

Bilder (JPG, DCM, DICOM)

16:03 - 16:06

Vortrag (Case-Report)

Transarterielle Blutungsembolisation bei einem Fall mit dystopen, malrotierten Viszeralorganen: Warum preinterventionelle CT Bildgebung notwendig ist.

Nando Mertineit (Solothurn)

weitere Autoren

Gerd Nöldge (Solothurn) / Carlos Buitrago Tellez (Solothurn) / Diganta Kakaty (Solothurn)

Einleitung

Eine 26-jährige Patientin wurde mit einem stumpfen Bauchtrauma in unsere Notaufnahme eingeliefert, nachdem ihr Oberbauch zwischen zwei Platten einer Druckmaschine eingeklemmt wurde. Die Patientin war haemodynamisch stabil, zeigte jedoch einen Hämoglobinabfall um 35 g/l und erhöhte Leberwerte.

Anamnese

Die Notfall-Sonographie zeigte freie Flüssigkeit. Im Mehrphasen-CT wurde wie erwartet eine Leberlazeration mit aktiver Blutung im Leberdom diagnostiziert (Bild 1a). Die CT zeigte ausserdem dystope, teilweise malrotierte viszerale Organe. Wobei die Leber diskoid ventral das gesamte Abdomen unter der Bauchdecke ausfüllte. Die Nieren und der Dünndarm waren subphren dorsal der Leber lokalisiert.
Die arterielle Versorgung erfolgte über einen singulären Truncus coeliaco-mesentericus mit einem massiv elongierten Verlauf der Arteria hepatica communis durch das gesamte Abdomen und Becken (Bild 1b). Es erfolgte eine dank des CTs zügige und problemlose transarterielle Embolisation unter Verwendung von 2 je 2/80-mm „detachable Microcoils“ innerhalb von ca. 45min Interventionsdauer (Bild 2 a–d).
Mit Ausnahme eines reaktiven Aszites, welcher perkutan drainiert wurde und keine Anzeichen einer Gallen-Leckage zeigte, gestaltete sich der klinische Verlauf problemlos.
Die sonographische und klinische Kontrolle nach einem Monat zeigte keine Folgen des Traumas oder der Embolisation. Die anfänglich erhöhten Leberwerte normalisierten sich vollständig.

Diskussion

In diesem anatomisch anspruchsvollen Fall war die CT-Angiographie das wichtigste diagnostische Instrument zur Planung des komplexen Zugangs zur Blutungsstelle. Die dystopen Organe und Gefäße hätten eine alleinige Orientierung mittels Angiographie aufwändig und nahezu unmöglich gemacht.
Dieser Fall zeigt, dass in (fast) allen Fällen vor einer transarteriellen Embolisation eine CT-Angiographie als obligatorisch erachtet werden sollte.

Bilder (JPG, DCM, DICOM)

16:06 - 16:30

Diskussion

Diskussion

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