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Das ist eine Meldung

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Case Reports

Gastro

Gastro
Donnerstag, 9. Mai 2024 · 13:45 bis 14:30 Uhr
Diese Veranstaltung findet ausschließlich als Präsenzveranstaltung im Rhein-Main-Congress-Center in Wiesbaden statt. Diese Veranstaltung kann nicht über einen Stream sondern nur vor Ort besucht werden.
9
Mai

Donnerstag, 9. Mai 2024

13:45 bis 14:30 Uhr · Raum: RöntgenFORUM  in Kalender übernehmen:   iCal  ·  Google

Veranstaltungsdetails

Veranstalter
Deutsche Röntgengesellschaft e.V.
Art
Case Reports
Thema
Gastro- und Abdominaldiagnostik

Zertifizierungen

Der RÖKO WIESBADEN wird im Rahmen einer Kongresszertifizierung durch die LÄK Hessen bewertet. Bitte beachten Sie die Hinweise unter A bis Z.

Informationen

Moderation
Christoph Bremer (Münster)
Franz Wegner (Lübeck)

Ablauf

13:45 - 13:48

Vortrag (Case-Report)

Computertomographisch okkulter Gallenblasenstein - Sichtbar gemacht mit spektraler Bildrekonstruktion aus der Dual Energy CT

Nils Große Hokamp (Köln)

weitere Autoren

Jasmin Weindler / David Zopfs / David Maintz

Einleitung

Die Dual Energy Computertomographie erlaubt über die getrennte Erfassung der Schwächung nierdrig- und höherenergetischer Röntgenstrahlen die Rekonstruktion sogenannter Spektraler Ergebnisse. Zu den spektralen Ergebnissen zählen unter anderem virtuell monoenergetische Bildrekonstruktionen im niedrig keV Bereich, die hier den Weichteilkontrast deutlich anheben. Zudem lassen sich physikalische Eigenschaften wie die Elektronendichte und die effektive Ordnungszahl (Z_eff) in Parameterkarten gezielt darstellen (1).

Anamnese

Ein 62-jähriger männlicher Patient kommt im Rahmen der Nachsorge eines Tumors des gastroösphagealen Übergangs (AEG-Tumer) zur Computertomographie (Thorax und Abdomen). Er klagt bereits seit längerem über Oberbauchbeschwerden, insbesondere im Zusammenhang mit der Nahrungsaufnahme. Aus klinischer Sicht wird dies, bei sonst bislang unauffälliger Bildgebung, auf die erfogte Ösophagektomie mit Magenhochzug geschoben. Die Untersuchung erfolgte auf einem Spektral Detektor DECT. Unter Berücksichtigung der konventionellen CT Bilder wird auch dieser Fall als unauffällig befundet. Es erfolgte zusätzlich auch eine Begutachtung der 55 keV virtuell monoenergetischen Bildrekonstruktion, die deutlich ein Konkrement in der Gallenblase zeigt. Elektronendichte und Z_eff-Karte bestätigen diesen Verdachtsbefund, der zudem sonographisch validiert wurde.

Diskussion

Die Kontrastverbesserung durch niedrig keV Rekonstruktionen in der Dual Energy CT ist inzwischen allgemein bekannt (2). Ein sichtbar machen "neuer" Details gegenüber der konventionellen Bildrekonstruktion ist jedoch ein bislang eher selten beschriebenes Phänomen. Hier war der Stein war auch restrospektiv unter Verwendung eines harten Fensters im konv. Bild nicht sichtbar; die spektralen Ergebnisse erlaubten hingegen die Diagnose einer Cholezystitis und lieferten eine Erklärung für die Beschwerden des Patienten.

Quellen

1: Große Hokamp N et al, Diagn Interv Radiol. 2020 Jan;26(1):68-71.
2: Albrecht MH et al., Radiology. 2019 Nov;293(2):260-271.

Bilder (JPG, DCM, DICOM)

13:48 - 13:51

Vortrag (Case-Report)

Akutes Abdomen durch Torsion eines akzessorischen Leberlappens mit Infarzierung

Johann Krichbaum (Münster)

weitere Autoren

Walter Heindel (Münster)

Einleitung

Ein akzessorischer Leberlappen ist eine seltene kongenitale Anomalie des Lebergewebes meist als Folge einer embryonalen Heteroplasie. In der Regel ist ein akzessorischer Leberlappen asymptomatisch und wird als Zufallsbefund diagnostiziert. Eine seltene Torsion mit Infarzierung, insbesondere bei gestieltem akzessorischen Leberlappen, kann ursächlich für ein akutes Abdomen sein. Hierzu liegen wenige Fallbeschreibungen in der Literatur vor, selten wird ein Zusammenhang mit Omphalozelen beschrieben.

Anamnese

Ein 11-jähriger Patient mit Z.n. Gastroschisis (ansonsten keine Vorerkrankungen) stellte sich mit einem akuten Abdomen in einem externen Krankenhaus vor. Dort erfolgte eine notfallmäßige Laparotomie bei V.a. eine inkarzerierte Narbenhernie. Intraoperativ wurde eine Darminfarzierung ausgeschlossen. Es zeigte sich jedoch eine nekrotische Leberoberfläche. Die OP wurde daraufhin abgebrochen und der Patient auf unsere pädiatrische Intensivstation verlegt. Laborchemisch fielen erhöhte Transaminasen und eine gestörte Hämostase auf.

Mittels Sonographie und MRT mit MR-Angiographie des Oberbauches konnte die Torsion eines gestielten akzessorischen Leberlappens mit Ischämie durch Torsion des Pfortaderastes und der entsprechenden Leberarterie nachgewiesen werden. Die Lebersegmente 2 und 3 waren hypotroph angelegt.

Es erfolgte die primär komplikationslose offene Resektion des akzessorischen Leberlappens mit gleichzeitiger Cholecystektomie über eine Relaparotomie. Nach einem 7-tägigen stationären Aufenthalt konnte der Patient entlassen werden.

Diskussion

Die Torsion eines akzessorischen Leberlappens ist eine seltenes Krankheitsbild. Insbesondere bei akutem Abdomen und Z.n. operativer Korrektur einer Omphalozele sollte an diese Differentialdiagnose gedacht werden. Mittels Ultraschall- und Schnittbilddiagnostik kann die Diagnosestellung gelingen und bei der Planung des operativen Procedere helfen.

Quellen

Nagavalli et al. (2021)
Glenisson et al. (2014)

Bilder (JPG, DCM, DICOM)

13:51 - 13:54

Vortrag (Case-Report)

Intramurales duodenales Hämatom als seltene Komplikation nach endoskopischer Biopsie mit konsekutiver Passagestörung

Anna-Maria Lois

Einleitung

Die postbioptische gastrointestinale Obstruktion durch ein intramurales Hämatom nach Gastroduodenoskopie stellt eine seltene Komplikation dar. Das konservative Management des im Folgenden geschilderten Falles eines intramuralen duodenalen Hämatoms erfolgte nach initial mittels MRT bestätigter Diagnose anhand regelmäßiger sonografischer Verlaufskontrollen.

Anamnese

Eine 7-jährige Patientin präsentierte sich mit seit 2 Tagen persistierendem Erbrechen sowie Oberbauchschmerzen wenige Tage nach einer Ösophago-Gastro-Duodenoskopie. Initial bestand der V. a. einen gastrointestinalen Infekt, eine symptomatische Therapie führte jedoch nicht zur erhofften Beschwerdebesserung. Im Rahmen eines stationären Aufenthaltes erfolgte zunächst die sonografische Untersuchung des Abdomens mit Nachweis einer Flüssigkeitskollektion innerhalb der Bursa omentalis mit teils echoreichem Inhalt. Anhand der anschließenden MRT konnte ein Verhalt ausgeschlossen und die beschriebene Struktur der Duodenalwandung – passend zu einem postinterventionellen Hämatom – zugeordnet werden. Es fiel der Entschluss zur konservativen Vorgehensweise mit regelmäßigen sonografischen Kontrollen des Befundes.

Diskussion

Intramurale duodenale Hämatome stellen eine Seltenheit dar. Ob traumatischer oder iatrogener Genese, betrifft diese Komplikation in erster Linie junge PatientInnen, die in der Folge an unspezifischen abdominellen Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen und Schmerzen leiden, oftmals unter Einnahme von Antikoagulantien oder bei bekannter Koagulopathie. Gerade unter einem jungen Patientenkollektiv bietet die Sonografie eine einfache Methode der Diagnosestellung, durch Nachweis z. B. einer intestinalen Wandverdickung.

Quellen

Niehues SM, Denecke T, Bassir C, Hamm B, Haas M. Intramural duodenal hematoma: clinical course and imaging findings. Acta Radiol Open. 2019 Apr 8;8(4):2058460119836256. doi: 10.1177/2058460119836256. PMID: 31007947; PMCID: PMC6456848.

Bilder (JPG, DCM, DICOM)

13:54 - 13:57

Vortrag (Case-Report)

Trichobezoar - eine seltene Ursache von unspezifischen Oberbauchbeschwerden

Maximilian Fenzl (Saarlouis)

weitere Autoren

Romina Eckert (66740 Saarlouis) / Florian Jungmann (66740 Saarlouis)

Einleitung

Akute Oberbauchbeschwerden insbesondere bei jungen Patienten stellen ein weit verbreitetes, jedoch unspezifisches Symptom in der Gastro- und Abdominaldiagnostik dar. Bezüglich unseres vorliegenden Falls eines Trichobezoars finden sich nur wenige dokumentierte Literaturreferenzen [1-3], nicht zuletzt aufgrund der generellen Seltenheit dieses psychopathologischen Phänomens und der erschwerten Diagnostik.

Anamnese

Eine jugendliche Patientin stellte sich mit hausärztlicher Überweisung in unserer radiologischen Praxis mit Oberbauchbeschwerden, Inappetenz sowie rezidivierer Übelkeit und Erbrechen vor.
Zur Diagnostik erfolgte eine MRT-Sellink Untersuchung bei 1,5 T.
Es stellte sich eine sehr große, das gesamte Magenlumen ausfüllende T1w- und T2w hypointense Raumforderung dar mit einer Ausdehnung von ca 30 cm kraniokaudal und ca 5 cm Durchmesser ohne Diffusionsstörung oder Kontrastmittelanreicherung. Trotz der raumfordernden Komponente mit Verdrängung der übrigen Oberbauchstrukturen zeigte sich kein Ileusbild oder weitere Komplikationszeichen. In der anschließenden Befundbesprechung wurde eine Essstörung mit u.a. auch Trichophagie erörtert, jedoch wurde dies innerhalb der letzten 2 Jahre verneint. In Kombination mit der Anmanese wurde die Diagnose eines ausgeprägten Trichobezoars gestellt.
Es erfolgte zunächst ein frustraner endoskopischer Sanierungsversuch, im Anschluss fand eine operative Entfernung mittels medianer Oberbauchlaparotomie statt, in der der Bezoar als ganzes im Sinne einer verhärteten großen Raumforderung geborgen werden konnte. Postoperativ ergab sich eine deutliche Symptombesserung der Patientin.

Diskussion

Bei unklaren Oberbauchbeschwerden mit Inappetenz und Übelkeit sowie bekannten psychiatrischen Grunderkrankungen sollte besonders bei bekannter Neigung zur Trichophagie an ein Trichobezoar als Ursache der Beschwerden gedacht werden.

Quellen

[1] Liedler, B., Scheuch, D. Akutes Abdomen – Eine haarige Überraschung. Paediatr. Paedolog. 54, 234–237 (2019). https://doi.org/10.1007/s00608-019-00710-2
[2] Gockel, ., Gaedertz, C., Hain, HJ. et al. Das Rapunzel-Syndrom. Chirurg 74, 753– 756 (2003). https://doi.org/10.1007/s00104-003-0680-0
[3] Ohnesorge S, Skari H, Zochowski K, Pekrun EM, Schistad O, Næss PA. Trichobezoar. Tidsskr Nor Laegeforen. 2020 Nov 23;140(17). English, Norwegian. doi: 10.4045/tidsskr.20.0472. PMID: 33231405.

Bilder (JPG, DCM, DICOM)

13:57 - 14:00

Vortrag (Case-Report)

Ein seltener Fall: Lymphangiom des mesenterialen Fettgewebes bei Erwachsenen

Nuran Abdullayev (Troisdorf)

weitere Autoren

Merve Erdogan (Troisdorf) / Koray Ersahin (Troisdorf) / Klaus Horn (Troisdorf)

Einleitung

Wir berichten über einen 68-jährigen Patienten, bei dem ein Lymphangiom des Mesenterialfettgewebes diagnostiziert wurde. Das mesenteriale Lymphangiom ist eine seltene, gutartige Neubildung des Lymphsystems, die vom Mesenterium ausgeht, das etwa 70 % der Lymphangiome ausmacht.

Anamnese

Patient stellte sich im August mit seit dem Frühjahr dieses Jahres intermittierenden Bauchschmerzen und einer bei tiefer Palpation tastbaren Verhärtung im Mittelbauch bei seiner Hausärztin vor. Sonographisch wurde eine knotige Raumforderung retroumblikal nachgewiesen. Im Anschluss darauf wurde eine CT des Abdomens veranlasst. Hier zeigten sich im retroumblikalen Mesenterium entlang der Mesenterialgefäße multiple, teils flächige, teils ovalär konfigurierte, zytische Strukturen ohne Kontrastmittelanreicherung oder erkennbarer Wand (Fig. 1 und 2). In der hausinternen Tumorkonferenz wurde der Fall mit dem Beschluss einer explorativen Laparoskopie diskutiert. Während der intraoperativen Probeentnahme zeigten sich vereinzelt offene, distendierte Lymphgefäße im Pseudotumor, woraus sich weiterhin Lymphflüssigkeit entleerte. Die Pathologie ergab die Diagnose eines Lymphangioms des mesenterialen Fettgewebes.

Diskussion

Das mesenteriale Lymphangiom kann in jedem Alter auftreten, wird aber am häufigsten im Kindesalter diagnostiziert und ist bei Erwachsenen recht selten. Diese potenziell ernste Neoplasie des lymphatischen Systems erfordert eine sorgfältige Untersuchung und Behandlung. Ein multidisziplinärer Ansatz, an dem Radiologen, Chirurgen und Pathologen beteiligt sind, ist für ein optimales Patientenergebnis von wesentlicher Bedeutung.

Quellen

C.-W. Chen, S.-D. Hsu, Chien-Hua Lin, M.-F. Cheng, J.-C. Yu. Cystic lymphangioma of the jejunal mesentery in an adult: a case report. World J Gastroenterol, 11 (2005), pp. 5084-5086, 10.3748/wjg.v11.i32.5084.
Y. Yin, R. Wang, X. Wang. Laparoscopy for evaluating mesenteric lymphangiomatosis: a case report. Front Oncol, 12 (2022), Article 933777

Bilder (JPG, DCM, DICOM)

14:00 - 14:03

Vortrag (Case-Report)

Auf dem Holzweg – eine seltene und oft schwer zu detektierende Ursache für einen Leberabszess

Maximilian Schmidt (Erlangen)

Einleitung

Resektion einer Leberläsion bei V.a. Echinokokkose. Intraoperativ fand sich ein Zahnstocher, der retrospektiv einen Abszess verursacht hatte.
Leberläsionen haben eine breite Differentialdiagnose. Zystisch lobulierte Läsionen können u.A. Echinokokkuszysten darstellen. Die Differenzialdiagnostik erfolgt primär mittels Bildgebung und Labordiagnostik (1). Der Fall zeigt die bildmorphologische Überlappung mit Leberabszessen und betont die Relevanz der Differentialdiagnose von ingestierten hölzernen Fremdkörpern, die oft schwer in MRT und CT darstellbar sind (2,3).
Unseres Wissens nach Erstbeschreibung der Simulation einer Echinokokkose durch einen Leberabszess, der von einem Zahnstocher ausgelöst wurde.

Anamnese

Patient (61) in NA mit diffusen abdominellen Sz, Fieber, erh. Entzündungsparameter. Sonogr.: Leberläsion S II/III. Abklärung mit Abdomen-CT: Magenantrum verdickt, unklare Straße zur Leberläsion, DD Leberabszess bei Magenulkus. Stationäre Aufnahme. Gastroskopie: Ulcus ventriculi. Antibiose und H.p.-Eradikation. Sonogr. Leber-RF progredient. Echinokokkus-Serol. grenzw. positiv. Abklärung mit Leber-MRT: DD eitrige Cholangitis, DD Echinokokkose. Beginn Albendazol. Entlassung. Verlaufs-MRT 3 M. nach Vorstellung: Läsion annähernd rückgebildet. Boardbeschluss: Resektion bei V.a. Echinokokkose. Intraoperativ: Palpabler Befund passend. Exzision S II/III und Teile des Pylorus. Schnellschnitt: Zahnstocher mit Vernarbungen. Retrospektive Diagnose: Leberabszess nach Magenperforation durch Zahnstocher.

Diskussion

Die Ingestion von Zahnstochern erfolgt in über 50% unbewusst (3). Da die Detektion in CT und MRT oft schwierig ist (2), muss an die Differentialdiagnose gedacht werden.
Da bei V.a. Echinokokkose nur selten eine bioptische Sicherung erfolgt, sind Serologie und Bildgebung die wesentlichen Diagnostika (1).

Quellen

1.Mihmanli, M., et al., 2016, World journal of hepatology
2.Peterson, J. J., et al., 2002, American journal of roentgenology
3.Steinbach, C., et al., 2014, World journal of surgery

Bilder (JPG, DCM, DICOM)

14:03 - 14:06

Vortrag (Case-Report)

Systemisches EBV-positives T-Zell-Lymphom des Kindesalters bei sekundärer hämophagozytischer Lymphohistiozytose nach EBV-Infektion

Laura Kupke (Regensburg)

weitere Autoren

Christian Stroszczynski (Regensburg) / Barbara Greiner (Regensburg)

Einleitung

Die EBV-Infektion ist eine häufige Erkrankung des Kindes- und Jugendalters, die nach symptomatischer Behandlung meist folgenlos abheilt. Als sehr seltene und aggressive Erkrankung nach einer EBV-Infektion ist das systemische EBV-positive T-Zell-Lymphom des Kindesalters beschrieben. Häufig tritt es in Kombination mit einer sekundären hämophagozytischen Lymphohistiozytose (HLH) auf.

Anamnese

Eine 17-jährige Patientin wurde in reduziertem Allgemeinzustand bei Panzytopenie, hohem Fieber und neurologischen Auffälligkeiten stationär aufgenommen. Es wurde die Diagnose einer HLH gestellt. Im Rahmen der Ursachenabklärung ergaben sich in der Serologie hohe Titer für EBV-DNA. Bei der im Verlauf aufgrund rapider klinischer Verschlechterung durchgeführten Schnittbildgebung zeigten sich Läsionen der Leber und Milz (a, Pfeile), des Pankreas (b, Pfeil) sowie bipulmonale Konsolidierungen und zum Teil Milchglas (c, Pfeile). Zur weiteren Einordnung des Befundes wurde im Tumorboard die Indikation für eine CT-gesteuerte Biopsie der Milz gestellt (d). Hierbei zeigte sich in der histologischen Aufarbeitung ein systemisches EBV-positives T-Zell-Lymphom des Kindesalters.

Diskussion

Die HLH ist eine seltene Differenzialdiagnose zur Sepsis. Von der primären, genetisch bedingten HLH ist die sekundäre Form zu unterscheiden. In diesem Fall erfolgte die Diagnosestellung eines systemischen EBV-positiven T-Zell-Lymphoms über eine CT-gesteuerte Biopsie der Milz. Die CT-gesteuerte Milzbiopsie kann somit auch im Kindes- und Jugendalter herangezogen werden, um suspekte Befunde zu sichern.

Quellen

Kim WY, Montes-Mojarro IA, Fend F, Quintanilla-Martinez L. Epstein-Barr Virus-Associated T and NK-Cell Lymphoproliferative Diseases. Front Pediatr. 2019 Mar.
Imashuku S, Morimoto A, Ishii E. Virus-triggered secondary hemophagocytic lymphohistiocytosis. Acta Paediatr. 2021 Oct.

Bilder (JPG, DCM, DICOM)

14:06 - 14:30

Diskussion

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