SP 103

Radiologie und IT - Nachhaltige IT im radiologischen Workflow

Radiologie und IT - Nachhaltige IT im radiologischen Workflow
Mittwoch, 25. Mai 2022 · 11:00 bis 12:30 Uhr
25
Mai

Mittwoch, 25. Mai 2022

11:00 bis 12:30 Uhr · Raum: Forum 1.3  in Kalender übernehmen:   iCal  ·  Google

Veranstaltungsdetails

Veranstalter
Deutsche Röntgengesellschaft e.V
Art
Spezial-Kurs
Thema
Bildverarbeitung/ IT/ Software

Zertifizierungen

Informationen

Moderation
Matthias May (Erlangen)
Daniel Pinto dos Santos (Köln)

Ablauf

11:00 - 11:10

Vortrag (Fortbildung)

Nachhaltiger IT-Einsatz im radiologischen Workflow

Gerald Weisser (Ludwigshafen)

Kurzzusammenfassung

Generell Nachhaltigkeit im Sinne von:
- Optimierte Nutzung von Ressourcen, insbesondere der Arbeitszeit
- Gute Usability und Serviceability
- Gute Einbindung von Subsystemen in die Infrastruktur

Durch:
- generelle Nutzung internationaler Standards, Vermeidung proprietärer Lösungen, auch für die Bedienbarkeit !!!
- Integration in die IT des Krankenhauses wie
- zentrale Benutzerverwaltung mit LDAP/ADS, SingleSignOn
- Nutzung systemweiter Softwarelösungen statt applikationsbezogener Integration (wie Spracherkennung)
- Nutzung flexibler Lizenzmodelle zur Vermeidung spezifischer Installationen (oft teuer oder gar nicht möglich von Seiten der Anbieter)

Im Krankenhaus gilt: jede Untersuchung, die nicht gemacht wird (=werden muss) ist nachhaltig
- Daher IT-Unterstützung zur Überprüfung der Notwendigkeit sinnvoll
- Bereits beim Order-Entry Alternativen und Voruntersuchungen zeigen

Jede gut gemachte Untersuchung ist ein Beitrag zur Nachhaltigkeit
- In der klinischen Routine werden ca. 10-20% aller mitgebrachten Schnittbilduntersuchungen erneut durchgeführt, da keine ausreichende diagnostische Aussagekraft

Unterstützung im praktischen Workflow
- Konsistente Protokolle an allen gleichartigen Geräten
- Leistungsbaum und Schnittstellen unter Nutzung von Standards
- Integration der erstellten Befunde in das PACS
- automatische Weitergabe bei Erstellen von DICOM-CDs und teleradiologischer Versendung, kein Medienbruch durch Ausdruck/Fax

Qualitätsmanagement ganz klassisch PDCA Plan-Do-Check-Act)
- Nutzung eines Dosismanagementsystems zur kontinuierlichen Überprüfung der Qualität mit weiteren Tools zur Fehleranalyse (Auslastung, Geräteunterschiede, Nutzung von internen Qualitätsparametern für Untersuchungen ohne DRW)
- Nutzung von strukturierten Daten aus dem KIS (Labordaten, Status wie Schwangerschaft, Allergien etc, Körpergewicht und Körpergröße)
- Einführung/Erweiterung von strukturierten Befunden mit Analyse der strukturierten Daten
11:10 - 11:25

Vortrag (Fortbildung)

Daten und Wissen zur richtigen Zeit am richtigen Ort: Plädoyer gegen unnötige Untersuchungen

Michael Walz (Frankfurt)

11:25 - 11:30

Vortrag (Fortbildung)

Entscheidungsunterstützung bei Order Entry und Indikationsstellung

Matthias May (Erlangen)

11:30 - 11:35

Vortrag (Wissenschaft)

Automatisierte Textanalyse für die personalisierte Protokollauswahl der thorakalen Computertomographie

Sascha Daniel (Erlangen)

weitere Autoren

Matthias May (Erlangen) / Michael Uder (Erlangen) / Markus Kopp (Erlangen) / Oliver Taubmann (Forchheim)

Zielsetzung

Die Strahlendosis in der Computertomographie des Thorax kann mithilfe moderner Techniken an die Indikation angepasst werden. Ziel dieser Studie war es zu überprüfen, ob die CT-Protokollplanung mit maschineller Unterstützung in Form eines Algorithmus verbessert werden kann, welcher den Anforderungstext auswertet.

Material und Methoden

In einer retrospektiven Analyse von 500 nativen CT-Thorax-Anforderungen wurden Schlagwörter definiert, die exklusiv einer der Dosisklassen “Lungengerüsterkrankungen“ (P1), “Lungenrundherde“ (P2) und “Infiltrate“ (P3) zugeordnet wurden.
Aus 238 weiteren konsekutiven nativen Thorax-CT-Anforderungen wurden die definierten Schlagwörter mit einem Keyword-Extraction-Algorithmus (KEA) extrahiert und den jeweiligen Protokollen zugeordnet. Es wurde eine Hierarchie zugunsten der höheren Dosis definiert, falls anhand der gefundenen Schlüsselwörter mehrere Protokolle in Frage kamen. Wurde kein passendes Schlagwort gefunden, wurde das Volldosisprotokoll P1 ausgewählt. Die durch den KEA ermittelten Protokolle wurden retrospektiv mit den manuell durch die Untersucher eingestellten Protokollen verglichen. Als Goldstandard wurde eine ex-post-Bildanalyse des Kollektivs durchgeführt, um das Protokoll zu definieren, das für die tatsächlich vorliegenden Veränderungen ideal gewesen wäre.

Ergebnisse

Das maschinell gewählte Protokoll korrelierte in 82% der Fälle (Cohens κ = 0.67, 95%-CIl [0.57; 0.76]) mit dem Goldstandard, das manuell vom Untersucher ausgewählte in 72% (κ = 0.52 [0.42; 0.60]). Maschinelles und manuelles Protokoll stimmten in 65% der Fälle überein. In 3% wichen sowohl KEA als auch Untersucher vom Goldstandard ab. Am häufigsten wählte der KEA Infiltratprotokoll P3 (61%, manuell 50%, Goldstandard 67%). In 21% der Fälle wurde vom KEA eine höhere Dosis ausgewählt, obwohl mehrere Schlüsselworte eine niedrigere Dosis vorgaben.

Schlußfolgerungen

Mit maschineller Unterstützung kann die Personalisierung der Thorax-CT-Untersuchungen automatisiert und im Vergleich zur manuellen Auswahl verbessert werden.
11:35 - 11:40

Vortrag (Wissenschaft)

Semiautomatische Personalisierung der Untersuchungsprotokolle in der thorakoabdominalen Computertomographie

Sascha Daniel (Erlangen)

weitere Autoren

Matthias May (Erlangen) / Michael Uder (Erlangen) / Markus Kopp (Erlangen) / Thomas Vollbrecht (Bonn)

Zielsetzung

In aktuellen Computertomographen gibt es zahlreiche Techniken zur Dosisreduktion und Bildqualitätsverbesserung. Deren individuelle Kombination erfordert einen hohen Ausbildungsgrad und Zeit. Ziel war es zu überprüfen, ob ein Entscheidungsbaum-gestützter Workflow die CT Protokolle thorakoabdomineller Staging-Untersuchungen automatisch anpassen und so die Verwendung von Dual-Energy und Metallartefakt-Reduktion erhöhen kann.

Material und Methoden

In der Software eines Dual-Energy-fähigen (DE) single-source CT wurde ein Entscheidungsbaum erstellt, der anhand klinischer Fragen (Atemanhaltekapazität, Gewicht, Scanbereich und Art der Metallimplantate) ein personalisiertes Untersuchungsprotokoll, ohne weitere Interaktion durch den Anwender, generiert. Es wurden 631 Untersuchungen retrospektiv ausgewertet und mit einem Kontrollkollektiv von 740 Untersuchungen verglichen, die an einem vergleichbaren CT ohne Entscheidungbäume durchgeführt wurden. Innerhalb eines Subkollektivs von 150 Untersuchungen pro Gruppe (Dual oder Single Energy) wurde die Bildqualität subjektiv auf einer Likert-Skala, und objektiv als Kontrast-zu-Rausch-Verhältnis bezogen auf die Strahlendosis (CNRD), verglichen.

Ergebnisse

Bei Entscheidungsbaum-gestützter Protokollauswahl wurde Dual Energy in 64.2% aller Fälle und Metallartefakt-Reduktion (iMAR) in 67.3 % aller Fälle mit Implantaten verwendet. Im Referenzkollektiv war die Dual-Energy-Nutzung mit 2.8% und Metallartefakt-Reduktion mit 44.0% deutlich niedriger. Es wurde kein signifikanter Unterschied in der subjektiven Bildqualität gefunden. DE-Untersuchungen hatten ein signifikant besseres CNRD (4.55/mGy vs 3.74/mGy, p=0.05) und eine niedrigere effektive Dosis gemessen (7.7 mSv vs 10.1 mSv, p<0.001).

Schlußfolgerungen

Integrierte Entscheidungsbäume zur Untersuchungsplanung erhöhen die Rate von Dual-Energy-CTs und Metallartefakt-unterdrückenden Rekonstruktionsalgorithmen. Die Bildqualität bei DE-Untersuchungen ist bei niedrigerer Strahlendosis besser im Vergleich zu Single-Energy-Untersuchungen
11:40 - 11:50

Diskussion

Diskussion

11:50 - 12:05

Vortrag (Fortbildung)

Intelligentes Dosismonitoring und Vorkommnisse

Bernhard Renger (München)

12:05 - 12:20

Vortrag (Fortbildung)

IT-Tools und Metadatenmanagement zur Prozessoptimierung

Ulf K.M. Teichgräber (Jena)

12:20 - 12:30

Diskussion

Diskussion

Häufige Fragen

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Zugriff auf die Aufzeichnungen der Webinare auf conrad, der interaktiven Lernplattform der DRG, ist ausschließlich den DRG-/VMTB-Mitgliedern vorbehalten. Die Verfügbarkeit einer Webinar-Aufzeichnung wird nicht garantiert. Voraussetzung ist die Zustimmung der Referentin/des Referenten. Alle Aufzeichnungen werden bis zum 31.12.2024 abrufbar sein.

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Fortbildungspunkte (CME) / Teilnahmebescheinigung

Alle wissenschaftlichen Fortbildungsveranstaltungen werden bei der Landesärztekammer (LÄK) Berlin zertifiziert. Die Landesärztekammer vergibt 1 CME-Punkt pro Lehreinheit (45 Minuten), somit rechnen wir mit der Vergabe von 2-CME Punkten pro 90 Minuten-Session.

Wenige Tage nach einem Live-Webinar erhalten Sie den Nachweis über Ihre Teilnahme per E-Mail. Darin werden auch die CME-Punkte ausgewiesen.

Bitte beachten Sie: Um Ihre Teilnahmedaten automatisch an die LÄK übermitteln zu können, benötigen wir Ihre Einheitliche Fortbildungsnummer (EFN). Diese können Sie bei Ihrem Mitgliedsantrag oder der Veranstaltungsanmeldung (Online-Anmeldeformular) angeben oder uns vor Teilnahme an den Webinaren per E-Mail an kongress@drg.de schicken.
Die automatische Übermittlung erfolgt ab dem Zeitpunkt des Vorliegens der EFN. Für zurückliegende Teilnahmebescheinigungen müssen Sie diese selbstständig bei der LÄK einreichen. Liegt uns Ihre EFN nicht vor, müssen Sie Ihre Teilnahmebescheinigung bei der zuständigen LÄK, bei der Ihr Fortbildungspunktekonto geführt wird, selbstständig einreichen.

CME-Punkte werden nur für Live-Webinare, jedoch nicht für das Ansehen der Aufzeichnungen auf conrad, der interaktiven Lernplattform der DRG, vergeben.