WISS 205

Onkologische Bildgebung - Multiple Myelome, Lymphome und mehr

Onkologische Bildgebung - Multiple Myelome, Lymphome und mehr
Donnerstag, 26. Mai 2022 · 15:45 bis 16:55 Uhr
26
Mai

Donnerstag, 26. Mai 2022

15:45 bis 16:55 Uhr · Raum: Studio 1.1  in Kalender übernehmen:   iCal  ·  Google

Veranstaltungsdetails

Veranstalter
Deutsche Röntgengesellschaft e.V
Art
Wissenschaftliche Sitzung
Thema
Onkologische Bildgebung / Onkologie

Zertifizierungen

Informationen

Moderation
Nils Große Hokamp
MBA (Köln)
Inka Ristow (Hamburg)

Ablauf

15:45 - 15:50

Vortrag (Wissenschaft)

Ist die CT-gesteuerte Biopsie eine zuverlässige Modalität in der präoperativen diagnostischen Abklärung von Patienten mit peritonealem und retroperitonealem Sarkom?

Georgios Luca Alatzides (Essen)

weitere Autoren

Benedikt Schaarschmidt (Essen) / Stefanie Bertram (Essen) / Rainer Hamacher (Essen) / Moritz Kaths (Essen) / Johannes Grueneisen (Essen) / Hans-Ulrich Schildhaus (Essen) / Sebastian Bauer (Essen) / Lale Umutlu (Essen)

Zielsetzung

Weichteilsarkome (STS) und insbesondere abdominale Liposarkome (LP) sind seltene Tumoren mit einer schlechten Prognose. Die moderne Sarkomtherapie erfordert eine akkurate Tumorsubklassifikation vor Einleiten therapeutischer Schritte, um diejenigen Patienten zu identifizieren, welche von einer neoadjuvanten Chemotherapie profitieren können. Einige Studien zeigten bereits inhomogene Ergebnisse bezüglich der diagnostischen Güte der perkutanen Biopsie bei Patienten mit abdominalen Weichteilsarkomen. Wir setzten uns demnach das Ziel, die diagnostische Aussagekraft der präoperativen CT-gesteuerten Biopsie zu analysieren.

Material und Methoden

Wir prüften retrospektiv alle Patienten mit vermutetem Weichteilsarkom des Abdomens, welche präoperativ eine CT-gesteuerte Biopsie erhielten. Daraufhin ermittelten wir die Sensitivität, Spezifität, den positiven prädiktiven Wert (PPV) und negativen prädiktiver Wert (NPV).

Ergebnisse

84 Patienten (37 Männer, 47 Frauen, Alter 62.0 ± 14.8) erhielten eine präoperative CT-gesteuerte Biopsie gefolgt von einer chirurgischen Tumorexstirpation. Die allgemeine Übereinstimmungsrate der CT-gesteuerten Biopsie die finale Histologie zu identifizieren betrug 76%. Von 30 Patienten mit histopathologisch gesicherter Liposarkom-Diagnose ergab die CT-gesteuerte Biopsie bei 24 Patienten die korrekte Diagnose. Dies ergab eine Sensitivität, Spezifität, PPV und NPV von 80%, 100%, 100% und 90%. Subgruppenanalysen ergaben eine höhere Übereinstimmung bei Patienten mit gut-differenziertem Liposarkom (WDLS) als bei Patienten mit schlecht-differenziertem Liposarkom (DDLS) (77.8% vs. 62.5%). Bei Patienten mit anderen Weichteilsarkomen betrug die Sensitivität, Spezifität, der PPV und NPV 82.4%, 95.5%, 82.4% und 95.5%.

Schlußfolgerungen

Die CT-gesteuerte Biopsie stellt in einem hochspezialisiertem Sarkomzentrum eine akkurate und effektive Methode zur Identifikation von Patienten mit abdominalem Liposarkom dar. Aus diesem Grund ist sie eine unverzichtbare Modalität in der prätherapeutischen diagnostischen Abklärung.

Teilnahme Young Investigator Award

15:50 - 15:55

Vortrag (Wissenschaft)

Multiparametrische MRT-Bildgebung zur unmittelbaren Evaluation der Wirkungsweise einer Therapie mit dem CD13 – gerichteten Gewebefaktor tTF-NGR in Patienten mit fortgeschrittenen soliden Tumoren

Mirjam Gerwing (Münster)

weitere Autoren

Tobias Krähling (Münster) / Christoph Schliemann (Münster) / Christian Schwöppe (Münster) / Sebastian Klein (Münster) / Andrew Frederik Berdel (Münster) / Wolfgang Hartmann (Münster) / Walter L. Heindel (Münster) / Wolfgang Berdel (Münster) / Moritz Wildgruber (München)

Zielsetzung

Evaluation der unmittelbaren sowie längerfristigen Veränderungen auf die Tumorgefäße nach Behandlung mit dem gegen CD13 gerichteten Gewebefaktor tTF-NGR. Die Patienten mit fortgeschrittenen soliden Tumorerkrankungen wurden mit dem multiparametrischen MRT-Protokoll im Rahmen einer Single-Center-Phase-I-Studie behandelt.

Material und Methoden

Siebzehn Patienten mit unterschiedlichen fortgeschrittenen soliden Tumoren wurden in die Studie eingeschlossen und haben mindestens einen Zyklus tTF-NGR, mit täglicher Infusion der Studienmedikation über fünf Tage, erhalten. tTF-NGR ist ein Tumorgefäß-targetierter Gerinnungsfaktor. Die Targetläsionen wurden zuvor mittels CT identifiziert und im Anschluss mittels multiparametrischem MRT vor der Therapie, fünf Stunden nach der ersten Infusion und nach fünf Tagen täglicher Applikation untersucht. Das 1.5T-MRT-Protokoll umfasste neben Diffusionsbildgebung mit Berechnung einer ADC Map auch eine Dynamic-Contrast-Enhanced (DCE) Sequenz mit Injektion von Gadobutrol und ein Vascular Volume Fraction Imaging (VVF) mit Injektion von Ferucarbotran.

Ergebnisse

Die DCE und VVF-Werte fielen bereits fünf Stunden nach Behandlungsbeginn ab, während die ADC-Werte anstiegen. Dies spricht für frühe posttherapeutische Veränderungen, was für eine herabgesetzte Tumorperfusion und einen selektiven Verschluss von Tumorgefäßen spricht. Bei vier Patienten wurde die Therapie mit tTF-NGR unterbrochen und eine effektive Antikoagulation begonnen werden; bei diesen Patienten waren die unmittelbar nach Therapiebeginn evaluierten Effekte reversibel. Diese Veränderungen waren - immunhistochemisch beurteilt - unabhängig von der mittleren Gefäßdichte.

Schlußfolgerungen

Mit einem multiparametrischen MRT-Bildgebungsprotokoll mit Akquisition von ADC, VVF und DCE können die frühen Veränderungen der Tumorperfusion bereits fünf Stunden nach Therapiebeginn dargestellt werden und so die Wirkungsweise von antivaskulären Therapien evaluiert werden.
15:55 - 16:05

Diskussion

Diskussion

16:05 - 16:10

Vortrag (Wissenschaft)

Prognostische Wertigkeit der Myosteatose bei Patienten mit Multiplem Myelom

Thierno Diallo (Freiburg)

weitere Autoren

Jakob Neubauer (Freiburg)

Zielsetzung

Skelettmuskelverfettung (Myosteatose) geht mit erhöhter Gebrechlichkeit sowie einer verminderten Muskel-/Mobilitätsfunktion einher und scheint bei Krebspatienten relativ häufig aufzutreten. In dieser Studie bei Patienten mit neu diagnostiziertem Multiplem Myelom (NDMM) wurde der prognostische Wert der Myosteatose mittels Computertomographie (CT) für das progressionsfreie Überleben (PFS) und das Gesamtüberleben (OS) bestimmt.

Material und Methoden

Die vorliegende Studie umfasste NDMM-Patienten, die in unserer Einrichtung behandelt wurden und bei denen zur Erstdiagnose eine CT durchgeführt wurde. Die geriatrische Beurteilung erfolgte anhand des Frailty Score der International Myeloma Working Group und Revised Myeloma Comorbidity Index. Die Myosteatose wurde durch Messung der Skelettmuskeldichte auf axialen CT-Schichten auf Höhe des 3.LWK bestimmt. Das Myelom-Outcome wurde anhand von PFS und OS definiert. Die statistischen Analysen umfassten die uni- und multivariate Cox-Regression sowie Kaplan-Meier-Methode.

Ergebnisse

Insgesamt wurden 226 NDMM-Patienten (mittleres Alter: 65 Jahre, 63 % Männer, mittlerer BMI: 25) untersucht. Die Prävalenz der Myosteatose lag bei 60 %. Die Muskeldichte war bei Patienten im ISS Stadium III signifikant geringer als bei Patienten im Stadium I (p<0,001), was auf einen höheren Anteil an intermuskulärem Fettgewebe bei fortgeschrittener Erkrankung hinweist. Das mediane PFS und OS betrugen 3,4 Jahre bzw. 7,6 Jahre. In der univariaten Analyse war die Myosteatose ein signifikanter Prädiktor für ein schlechteres PFS und OS (HR: 1,70; 95%-CI: 1,16-2,50 und HR: 2,44; 1,45-4,11). Die Myosteatose blieb auch nach Adjustierung um potenzielle Confounder ein unabhängiger Prädiktor für das OS (HR: 1.81; 1.05-3.13 und HR: 2.03; 1.22-3.39).

Schlußfolgerungen

Die Myosteatose scheint bei Myelompatienten häufig aufzutreten und mit einem kürzeren OS assoziiert zu sein. Weitere prospektive Studien sind erforderlich, um die prognostische Wertigkeit der Myosteatose bei diesem Patientenkollektiv zu validieren.
16:10 - 16:15

Vortrag (Wissenschaft)

Radiotherapy Response Assessment of Multiple Myeloma: A Dual-Energy CT Approach With Virtual Non-Calcium Images

Philipp Fervers (Köln)

weitere Autoren

Erkan Celik / Grischa Bratke / David Maintz / Christian Baues / Simon Ruffing / Philip Pollmann-Schweckhorst / Jonathan Kottlors / Simon Lennartz / Nils Große-Hokamp

Zielsetzung

Virtual noncalcium (VNCa) imaging from dual-energy computed tomography (DECT) has been suggested to estimate cellularity and metabolic activity of lytic bone lesions (LBLs) in MM. We aimed to explore the feasibility of RT response monitoring with DECT-derived VNCa attenuation measurements in MM.

Material und Methoden

Thirty-three patients with 85 LBLs that had been irradiated and 85 paired non-irradiated LBLs from the same patients were included in this retrospective study. Irradiated and non-irradiated LBLs were measured by circular regions of interest (ROIs) on conventional and VNCa images in a total of 216 follow-up measurements (48 before and 168 after RT). Follow-ups were rated as therapy response, stable disease, or local progression according to the MD Anderson criteria. Receiver operating characteristic (ROC) analysis was performed to discriminate irradiated vs. non-irradiated and locally progressive vs. stable/responsive LBLs.

Ergebnisse

Attenuation of LBLs decreased after RT depending on the time that had passed after irradiation [absolute thresholds for identification of irradiated LBLs 30.5–70.0 HU [best area under the curve [AUC] 0.75 (0.59–0.91)] and -77.0 to -22.5 HU [best AUC 0.85 (0.65–1.00)]/-50% and -117% to -167% proportional change of attenuation on conventional and VNCa images, respectively]. VNCa CT was significantly superior for identification of RT effects in LBLs with higher calcium content [best VNCa AUC 0.96 (0.91–1.00), best conventional CT AUC 0.64 (0.45–0.83)]. Thresholds for early identification of local irradiation failure were >20.5 HU on conventional CT [AUC 0.78 (0.68–0.88)] and >-27 HU on VNCa CT [AUC 0.83 (0.70–0.96)].

Schlußfolgerungen

Therapy response of LBLs after RT can be monitored by VNCa imaging based on regular myeloma scans, which yields potential for optimizing the lesion-specific radiation dose for local tumor control. Decreasing attenuation indicates RT response, while above threshold attenuation of LBLs precedes local irradiation failure.

Publication: Fervers P, Celik E, Bratke G, Maintz D, Baues C, Ruffing S, et al. Radiotherapy Response Assessment of Multiple Myeloma: A Dual-Energy CT Approach With Virtual Non-Calcium Images. Front Oncol [Internet]. 2021 Sep 23 [cited 2021 Sep 25];0:3766. Available from: https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fonc.2021.734819/full
16:15 - 16:20

Vortrag (Wissenschaft)

Sarkopenie bei mitteleuropäischen Patienten mit Multiplem Myelom

Jakob Neubauer (Freiburg)

weitere Autoren

Thierno Diallo (Freiburg) / Fabian Bamberg (Freiburg)

Zielsetzung

Bewertung des Zusammenhangs zwischen Sarkopenie und Gesamtüberleben (OS) und progressionsfreiem Überleben (PFS) bei mitteleuropäischen Patienten mit Multiplem Myelom (MM). Unsere Hypothese ist, dass Sarkopenie mit einem kürzeren Gesamt- und progressionsfreien Überleben verbunden ist.

Material und Methoden

Diese vom IRB genehmigte retrospektive Studie umfasste Patienten mit MM, die in unserer Einrichtung über einen Zeitraum von 17 Jahren behandelt wurden und bei denen innerhalb von 100 Tagen nach der Erstdiagnose eine native Computertomographie (CT) des Abdomens durchgeführt wurde. Wir bestimmten die Sarkopenie anhand von axialen CT-Rekonstruktionen auf der Ebene des dritten Lendenwirbels und sammelten Daten von Patienten zu etablierten klinischen Myelom-Markern. Die Variablen wurden mit dem Mann-Whitney-U-Test und dem Pearson-Chi²-Test verglichen. Die Berechnungen von OS und PFS wurden mit der Kaplan-Meier-Methode und univariaten Cox-Proportional-Hazard-Regressionsmodellen durchgeführt. Korrigierte P-Werte <0,05 wurden als statistisch signifikant angesehen.

Ergebnisse

226 Patienten wurden eingeschlossen (mittleres Alter: 65 Jahre (Spanne 29-89), 62,8 % männliches Geschlecht, mittlerer BMI: 24,69 (Spanne 14,08-42,45)). Die Prävalenz der Sarkopenie insgesamt betrug bei Studienbeginn 52,7 % (119/226). In univariaten Analysen war Sarkopenie nicht mit einer signifikanten Verkürzung des Gesamtüberlebens (Hazard Ratio, 1,13; p = 0,58) oder des progressionsfreien Überlebens (HR, 1,07, p = 0,69) verbunden.

Schlußfolgerungen

Die Ergebnisse dieser Studie legen nahe, dass Sarkopenie bei mitteleuropäischen Patienten mit Multiplem Myelom keinen prädiktiven Wert hat. Eine prospektive Analyse des prädiktiven Werts der Sarkopenie bei Patienten mit Myelom erscheint nicht sinnvoll.
16:20 - 16:35

Diskussion

Diskussion

16:35 - 16:40

Vortrag (Wissenschaft)

Vergleich von 18F-FDG PET- und DWI-Datensätzen zur Beurteilung des Therapieansprechens von Lymphomen unter Chemotherapie.

Johannes Grüneisen (Essen)

weitere Autoren

Michal Chodyla (Essen) / Benedikt Schaarschmidt (Essen) / Francesco Barbato (Essen) / Julian Kirchner (Düsseldorf) / Lale Umutlu (Essen)

Zielsetzung

Die Evaluation der Anwendbarkeit von DWI-Datensätzen der MRT als strahlungsfreie Alternative zur FDG-PET für die Beurteilung des Therapieansprechens von Lymphomen unter Chemotherapie.

Material und Methoden

Bei 23 Patienten mit einer Lymphomerkrankung wurde innerhalb einer Woche vor Beginn und nach Abschluss einer Chemotherapie eine simultane Ganzkörper 18F-FDG PET/MRT-Untersuchung durchgeführt, mittels einer DWI-Sequenz im Untersuchungsprotokoll. Ein Radiologe und ein Nuklearmediziner analysierten das akquirierte Bildmaterial. Für jeden Patienten wurde das Tumorstadium anhand der Ann-Arbor Klassifikation sowie die Krankheitsaktivität anhand der Deauville-Kriterien bestimmt. Hierzu wurde die metabolische Aktivität (SUVs) der Lymphommanifestationen gemessen, zusätzlich die Diffusionsrestriktion (ADC-Werte) der identischen Läsionen bestimmt und die Ergebnisse der quantitativen Parameter miteinander verglichen.

Ergebnisse

Insgesamt wurden 58 Lymphommanifestationen beurteilt und gemäß den Deauville-Kriterien 11 Patienten als Therapie-Responder und 12 Patienten als Non-Responder definiert. Die Läsionen in der Gruppe der Responder zeigten eine Verringerung der metabolischen Aktivität (SUVmax: -87,8%) und einen Anstieg der ADC-Werte (ADCmean: +68,6%). Die prozentualen Veränderungen der Non-Responder betrugen -61,0% (SUVmax) und +40,9% (ADCmean). Die Unterschiede der Parameter zwischen Respondern und Non-Respondern waren signifikant (SUVmax: p-Wert <0,001, ADCmean: p-Wert <0,05). Die entsprechenden AUC-Werte zur Unterscheidung zwischen Respondern und Non-Respondern betrugen 0,94 (SUVmax) und 0,74 (ADCmean).

Schlußfolgerungen

Die vorliegende Studie zeigt vielversprechende Ergebnisse zur Verwendung der DWI für die Evaluation des Therapieerfolges einer Lymphomerkrankung unter Chemotherapie. Während die FDG-PET eine höhere Genauigkeit zur Beurteilung des Therapieansprechens bietet, könnte die DWI als strahlungsfreie Alternative für die Therapiebeurteilung nützlich sein, insbesondere für Subtypen mit geringer FDG-Avidität.
16:40 - 16:45

Vortrag (Wissenschaft)

Evaluation eines auf strukturierten Befunden trainierten Deep Learning-Algorithmus zur Klassifikation des Tumoransprechens in onkologischen Freitextbefunden

Matthias Fink (Heidelberg)

weitere Autoren

Klaus Kades (Heidelberg) / Arved Bischoff (Heidelberg) / Martin Moll (Heidelberg) / Claus Peter Heußel (Heidelberg) / Hans-Ulrich Kauczor (Heidelberg) / Klaus Maier-Hein (Heidelberg) / Tim Weber (Heidelberg) / Jens Kleesiek (Essen)

Zielsetzung

Die strukturierte Befundung gilt als unverzichtbare Entwicklung in der Radiologie, da sie neben verbesserter interdisziplinärer Kommunikation enormes Potenzial für automatisierte Analysen bietet und damit auch das Training künstlicher Intelligenz (KI) vereinfachen kann. Ziel dieser Arbeit war es, die Vorteile des Data Minings von strukturierten Befunden (SB) zu nutzen, um ein auf Deep Learning basierendes Natural Language Processing (NLP)-Modell zu trainieren, das eine Klassifizierung des Tumoransprechens von Patienten in onkologischen Freitextbefunden (FTB) ermöglicht.

Material und Methoden

Unsere retrospektive multizentrische Studie umfasst 14.589 onkologische Befunde (13.694 SB und 895 FTB), die in klinischer Routine von 03/2018 bis 08/2021 angefertigt wurden. Wir trainierten Google's NLP-Algorithmus BERT auf automatisiert extrahierten Daten der SB, sodass die Tumor Response-Kategorien Progressive Disease (PD), Stable Disease (SD), Partial Response (PR) und Complete Response (CR) in den FTB allein auf Grundlage der im Befundtext angegebenen Informationen vorhergesagt werden konnten. Die Performance von BERT wurde mit einer konventionellen NLP-Methode (TF-IDF) und 7 Annotatoren (2 Radiologen, 2 Medizinstudentinnen und 3 MTRA-Schülerinnen) mit unterschiedlicher radiologischer Expertise verglichen.

Ergebnisse

Das Data Mining der SB ermöglichte einen automatisierten und präzisen Labeling-Ansatz für das Training des NLP-Modells. Auf den FTB erzielte BERT bessere Ergebnisse bei der Klassifizierung der Tumor Response-Kategorien (F1 = 70.1) sowohl im Vergleich zu den Medizinstudentinnen und MTRA-Schülerinnen (F1 = 68.8) als auch gegenüber TF-IDF (F1 = 58.2), war jedoch beiden Radiologen (F1 = 78.9) unterlegen.

Schlußfolgerungen

SB liefern a priori sauber kuratierte "science ready"-Daten, die automatisiert prozessiert und für das KI-Training herangezogen werden können. Die insgesamt mäßigen F1-Scores von Mensch und Maschine in unserer Studie verdeutlichen die Schwierigkeiten bei der Interpretation radiologischer FTB.

Teilnahme Young Investigator Award

16:45 - 16:55

Diskussion

Diskussion

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Fortbildungspunkte (CME) / Teilnahmebescheinigung

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Wenige Tage nach einem Live-Webinar erhalten Sie den Nachweis über Ihre Teilnahme per E-Mail. Darin werden auch die CME-Punkte ausgewiesen.

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