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Neuroradiologie V - Entzündungen / Infektionen

Neuroradiologie V - Entzündungen / Infektionen
Donnerstag, 26. Mai 2022 · 15:45 bis 17:00 Uhr
26
Mai

Donnerstag, 26. Mai 2022

15:45 bis 17:00 Uhr · Raum: Terrassensaal E  in Kalender übernehmen:   iCal  ·  Google

Veranstaltungsdetails

Veranstalter
Deutsche Röntgengesellschaft e.V
Art
Refresher-Kurs
Thema
Neuroradiologie

Zertifizierungen

Informationen

Moderation
Ansgar Berlis (Augsburg)

Ablauf

15:45 - 16:05

Vortrag (Fortbildung)

Update MS-Bildgebung

Benedikt Wiestler (München)

16:05 - 16:25

Vortrag (Fortbildung)

Enzephalitiden - Klassiker und Raritäten

Randolf Klingebiel (Bielefeld)

Kurzzusammenfassung

Es geht um eine Synopsis der Enzephalitiden, mit häufigen und typischen Bildbefunden, sowie differentialdiagnostisch relevanten Bildmerkmalen.
16:25 - 16:35

Diskussion

Diskussion

16:35 - 16:40

Vortrag (Wissenschaft)

Einfluss des Normkollektivs auf die Hirnatrophieschätzung – Wie viele normale Vergleichssubjekte sind notwendig?

Christian Rubbert (Düsseldorf)

weitere Autoren

Luisa Wolf (Düsseldorf) / Marius Vach (Düsseldorf) / Bernd Turowski (Düsseldorf) / Dennis Hedderich (München) / Christian Gaser (Jena) / Robert Dahnke (Jena) / Julian Caspers (Düsseldorf)

Zielsetzung

Im Rahmen der softwartebasierten Hirnatrophieschätzung werden MRT-Untersuchungen mit einem Normalkollektiv (NK) verglichen. Dabei ist nicht bekannt, wie viele Vergleichssubjekte für eine konsistente Atrophieschätzung notwendig sind und welchen Einfluss unterschiedliche NK auf die Atrophieschätzung haben.

Material und Methoden

Im Rahmen der retrospektiven Auswertung wurden die folgenden NK zu einem NKkomb kombiniert: HCP-A, IXI, Rockland sowie gesunde Kontrollen (GK) von OASIS-3 und ADNI (n=3,945, 55±21 Jahre, 57,9% weiblich). Aus ADNI wurden 48 M. Alzheimer Patienten (AD, 55-82 Jahre) selektiert, um die voxel-weise Abweichung des Volumens der grauen Substanz anhand von Vergleichskollektiven mit 2-100 zufällig aus NKkomb ausgewählten Vergleichssubjekten mittels der verfügbaren Software veganbagel zu errechnen. Der Mittelwert der voxel-weisen Standardabweichung dieser z-Werte wurde über 100 Wiederholungen berechnet und gegen die Anzahl der Vergleichssubjekte aufgetragen. Die Kniepunkte dieser Kurven wurden als die Minimalanzahl notwendiger Vergleichssubjekte definiert. Ferner wurden für AD Patienten und gematchten GK (ADNI) mittels jeder NK, bei berücksichtigter Minimalanzahl, Atrophiekarten berechnet. Das Ausmaß der mesiotemporalen Atrophie wurde durch zwei Neuroradiologen zur Differenzierung AD/GK bewertet.

Ergebnisse

Der mittlere Kniepunkt lag bei 11,5±0,6 Vergleichssubjekten. Für 25 AD/GK lagen genügend Vergleichssubjekte in den NKs für die Validation vor. Es ergab sich eine vollständige Übereinstimmung in der Diagnose AD/GK (Kappa für das Ausmaß der Atrophie: 0,98). Die Verwendung verschiedner NKs führten ebenfalls zu keinem Unterschied (Intraklassen-Korrelation: 0,91; Cochran’s Q Test: p=0,47).

Schlußfolgerungen

Für eine konsistente Atrophieschätzung sind mindestens 12 alters- und geschlechtsspezifische Vergleichssubjekte notwendig. Die qualitative Interpretation der regionalen Atrophie erlaubt eine zuverlässige Diagnose von AD mit einer hohen inter-reader Reliablität, unabhängig von dem verwendeten Normkollektiv.
16:40 - 16:45

Vortrag (Wissenschaft)

Einfluss von „Defacing“ auf die Hirnatrophieschätzung

Christian Rubbert (Düsseldorf)

weitere Autoren

Luisa Wolf (Düsseldorf) / Marius Vach (Düsseldorf) / Bernd Turowski (Düsseldorf) / Dennis Hedderich (München) / Christian Gaser (Jena) / Robert Dahnke (Jena) / Julian Caspers (Düsseldorf)

Zielsetzung

Ein inzwischen obligatorischer Teil der Anonymisierung ist das Entfernen von identifizierenden Merkmalen des Gesichts aus einer MRT Untersuchung („defacing“), jedoch gibt es Bedenken hinsichtlich der Datenintegrität. Diese Arbeit untersucht den Einfluss verschiedener defacing-Ansätze auf die automatisierte Hirnatrophiebestimmung.

Material und Methoden

268 Patienten mit M. Alzheimer wurden aus der ADNI Datenbank eingeschlossen. Dies umfasst Patienten mit unbeschleunigter 3D T1 Bildgebung (n=154), in der gleichen Untersuchung akquirierter, unbeschleunigter Wiederholungsbildgebung (n=67) und beschleunigter Bildgebung (n=114).

Atrophiekarten wurden mittels der freien Software veganbagel sowohl für vollständige, unmodifizierte Bildgebungen, als auch für mittels afni_refacer, fsl_deface, mri_deface, mri_reface, PyDeface und spm_deface anonymisierten Datensätzen erstellt und die Wurzel des root-mean-squared error (RMSE) zwischen den z-Werten berechnet.

Als Benchmark dienten RMSE-Werte errechnet aus den unmodifizierten unbeschleunigten und entsprechenden Wiederholungsuntersuchungen. Ausreißer wurden als ein RMSE > 75. Perzentile des Benchmarks definiert sowie mittels Grubbs Test gesucht.

Ergebnisse

Der Benchmark-RMSE betrug 0,28±0,1 (0,12-0,58, 75. Perzentil: 0,33). Das 75. Perzentil wurde bei unbeschleunigter (u) und beschleunigter (b) T1-Bildgebung überschritten: afni_refacer (u:18, b:16), fsl_deface (u:4, b:18), mri_deface (u:0, b:15), mri_reface (u:0, b:2) und spm_deface (u:0, b:7). PyDeface schnitt ohne Ausreißer am besten ab (u: mittlerer RMSE 0,08±0,05, b: mittlerer RMSE 0,07±0,05). Die folgende Zahl an Ausreißern wurden mittels Grubbs Test detektiert: afni_refacer (u:16, b:13), fsl_deface (u:10, b:21), mri_deface (u:7, b:20), mri_reface (u:7, b:6), PyDeface (u:5, b:8) und spm_deface (u:10, b:12).

Schlußfolgerungen

Die meisten Defacing-Ansätze haben einen Einfluss auf die Atrophieschätzung, besondere nach beschleunigter Bildgebung. Nur PyDeface zeigte eine vernachlässigbare Auswirkung auf die Atrophieschätzung.
16:45 - 17:00

Diskussion

Diskussion

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Fortbildungspunkte (CME) / Teilnahmebescheinigung

Alle wissenschaftlichen Fortbildungsveranstaltungen werden bei der Landesärztekammer (LÄK) Berlin zertifiziert. Die Landesärztekammer vergibt 1 CME-Punkt pro Lehreinheit (45 Minuten), somit rechnen wir mit der Vergabe von 2-CME Punkten pro 90 Minuten-Session.

Wenige Tage nach einem Live-Webinar erhalten Sie den Nachweis über Ihre Teilnahme per E-Mail. Darin werden auch die CME-Punkte ausgewiesen.

Bitte beachten Sie: Um Ihre Teilnahmedaten automatisch an die LÄK übermitteln zu können, benötigen wir Ihre Einheitliche Fortbildungsnummer (EFN). Diese können Sie bei Ihrem Mitgliedsantrag oder der Veranstaltungsanmeldung (Online-Anmeldeformular) angeben oder uns vor Teilnahme an den Webinaren per E-Mail an kongress@drg.de schicken.
Die automatische Übermittlung erfolgt ab dem Zeitpunkt des Vorliegens der EFN. Für zurückliegende Teilnahmebescheinigungen müssen Sie diese selbstständig bei der LÄK einreichen. Liegt uns Ihre EFN nicht vor, müssen Sie Ihre Teilnahmebescheinigung bei der zuständigen LÄK, bei der Ihr Fortbildungspunktekonto geführt wird, selbstständig einreichen.

CME-Punkte werden nur für Live-Webinare, jedoch nicht für das Ansehen der Aufzeichnungen auf conrad, der interaktiven Lernplattform der DRG, vergeben.