Refresher-Kurs

Muskuloskelettale Radiologie I - MRT der Schulter

Muskuloskelettale Radiologie I - MRT der Schulter
Samstag, 9. April 2022 · 09:00 bis 10:30 Uhr
9
April

Samstag, 9. April 2022

09:00 bis 10:30 Uhr · ZoomWebinar  in Kalender übernehmen:   iCal  ·  Google

Veranstaltungsdetails

Veranstalter
Deutsche Röntgengesellschaft e.V
Art
Refresher-Kurs
Thema
Muskuloskelettale Radiologie

Zertifizierungen

2 CME Punkte Kategorie A

Informationen

Moderation
Marc Regier (München)
Rolf Janka (Erlangen)

Ablauf

09:00 - 09:20

Vortrag (Fortbildung)

MR-Arthrographie - Indikation, Durchführung und typische Befundmuster

Marc Regier (München)

09:20 - 09:40

Vortrag (Fortbildung)

Rotatorenmanschette & Intervall

Rolf Janka (Erlangen)

09:40 - 10:00

Vortrag (Fortbildung)

Was MUSS der Operateur wissen? - Prä- und postoperative Befunde

Ben Ockert (München)

10:00 - 10:15

Diskussion

Diskussion

10:15 - 10:20

Vortrag (Wissenschaft)

Was ist Backfill? – Knochenneubildung bei axialer Spondylarthritis

Torsten Diekhoff (Berlin)

weitere Autoren

Christoph Niedermeier (Berlin) / Fabian Proft (Berlin) / Denis Poddubnyy (Berlin) / Kay-Geert Hermann (Berlin)

Zielsetzung

In der Vergangenheit sind einige Befunde bei axialer Spondylarthritis (axSpA) innerhalb des sakroiliakalen Gelenkspaltes (SIG) beschrieben worden, zu denen auch fettige Metaplasie innerhalb einer Erosion zählt (sogenanntes „backfill“). In dieser Studie sollen die für die MRT beschriebenen Veränderungen eins-zu-eins mit der CT verglichen werden, um festzustellen, bei welchen es sich um Knochenneubildung handelt.

Material und Methoden

Es wurden 178 Patienten aus zwei prospektiven Studien eingeschlossen, bei denen CT und MRT der SIG angewendet wurde. Zwei radiologische Experten evaluierten die Patienten mit der Diagnose axSpA im Konsensus bezüglich folgender drei Läsionen: Typ-A: hyperintens in STIR und hypointens in T1 (Entzündung innerhalb einer Erosion), Typ-B: hyperintens in beiden Sequenzen und Typ-C: hypointens in STIR und hyperintens in T1 (klassisches backfill). Mittels Bildfusion und dediziertem Eins-zu-Eins-Bildvergleich wurde die Dichte dieser Läsionen im CT gemessen und normaler Knorpel sowie kortikaler und spongiöser Knochen als Referenz herangezogen.

Ergebnisse

99 axSpA-Patienten wurden eingeschlossen und 48 Typ-A, 88 Typ-B and 84 Typ-C-Läsionen gemessen. Die HU von Knorpel waren 73.6±15.0, spongiöser Knochen 188,0±69,9, kortikaler Knochen 1086,0±100,3, Typ-A 341,2±96,7, Typ-B 359,3±153,5 und Typ-C 446,8±123,0. Alle Läsionen waren signifikant dichter als Knorpel aber weniger dicht als kortikaler Knochen (p<0,001). Typ-A und B hatten ähnliche HU (p=0,93), während Typ-C Läsionen etwas dichter waren (p<0,001).

Schlußfolgerungen

Alle Läsionen des Gelenkspaltes (Typ A, B und C) wiesen kalzifizierte Matrix auf und stellen daher Knochenneubildung dar. Dabei zeigte sich eine graduell starker kalzifizierte Matrix bei Typ-C-Läsionen, d.h. dem typischen backfill. Die Nomenklatur dieser Veränderungen muss daher noch einmal kritisch überprüft werden.
10:20 - 10:25

Vortrag (Wissenschaft)

Auswirkungen einer Anti-TNF-Therapie auf die osteoblastische Aktivität bei ankylosierender Spondylitis - Eine prospektive Analyse von PET/MRT-Untersuchungen der Iliosakralgelenke und der Wirbelsäule

Nils-Martin Bruckmann (Düsseldorf)

weitere Autoren

Christoph Rischpler (Essen) / Julian Kirchner (Düsseldorf) / Xenofon Baraliakos (Herne)

Zielsetzung

Beurteilung der Wirkung von TNF-Inhibitoren auf entzündliche und postentzündliche Läsionen und auf die osteoblastische Aktivität im Achsenskelett von Patienten mit ankylosierender Spondylitis mittels Na[18F]F-PET/MRT.

Material und Methoden

Bei Patienten mit klinisch aktiver ankylosierender Spondylitis wurden prospektiv Na[18F]F-PET/MRT-Aufnahmen des Iliosakralgelenkes (n=16) und der gesamten Wirbelsäule (n=10) vor (Baseline, BL) und 4 Monate nach Therapie (Follow-Up, FU) durchgeführt. Anschließend wurden sowohl die Iliosakralgelenke (SIJ-Q) als auch die Wirbelkörper (VQ) in Quadranten unterteilt. Die Quadranten wurden nach Entzündungen (Knochenmarködeme, BME), strukturellen Läsionen (Fettläsionen, Sklerose, Erosionen und Ankylose) und Na[18F]F-Uptake untersucht. Der Chi-Quadrat-Test wurde für Vergleiche zwischen den Zeitpunkten angewandt.

Ergebnisse

Insgesamt wurden 16 Patienten (~38,6±12,0 Jahre) über einen Zeitraum von 4,6 (3-6) Monaten untersucht. Pro Patient wurden 128 SIJ-Q und 920 VQ analysiert. Bei der BL-Untersuchung wurde ein Na[18F]F-Uptake in 96,0% der SIJ-Q mit BME, 94,2% mit Sklerose und 88,3% mit Fettläsionen gefunden. In der FU-Untersuchung zeigten 65,3% der SIJ-Q mit BME (p<0,01), 33,8% mit Sklerose (p=0,23) und 24,5% mit Fettläsionen (p=0,01) eine Abnahme des Na[18F]F-Uptake. In den VQ wurde ein Na[18F]F-Uptake bei 81,5% mit Sklerose, 41,9% mit Fettläsionen und 33,7% mit BME in der BL-Untersuchung festgestellt. In der anschließenden FU-Untersuchung zeigten 73,5% der VQ mit BME, 53,3% der VQ mit Fettläsionen und 55,6% mit Sklerose eine Abnahme des Na[18F]F-Uptake.

Schlußfolgerungen

Die Anti-TNF-Behandlung führte innerhalb von 4 Monaten zu einer signifikanten Abnahme der osteoblastischen Aktivität, insbesondere an Stellen mit erhöhter entzündlicher Aktivität. Diese Daten unterstützen die frühzeitige Einleitung einer entzündungshemmenden Behandlung mit TNF-Blockern zur Verhinderung einer radiologischen Progression bei ankylosierender Spondylitis.

Teilnahme Young Investigator Award

10:25 - 10:30

Vortrag (Wissenschaft)

Protonendichte-Fett-Fraktion (PDFF) MRT der Wirbelsäule zur Differenzierung erosiver Endplattendegenerationen und infektiöser Spondylitiden

Frederic Carsten Schmeel (Bonn)

weitere Autoren

Asadeh Lakghomi (Bonn) / Nils Lehnen (Bonn) / Robert Haase (Bonn) / Nikolaus Handke (Bonn) / Ulrike Attenberger (Bonn) / Alexander Radbruch (Bonn) / Julian Alexander Luetkens (Bonn)

Zielsetzung

Erosive Wirbelsäulendegenerationen vom Typ Modic 1 (MT1) können in der MRT das Signalverhalten einer zugrundeliegenden Spondylitis vortäuschen und damit die Interpretation der Untersuchung erschweren. Von infektiösen Spondylitiden ist bekannt, dass sie im Vergleich zu erosiven Endplattendegenerationen einen deutlichen höheren Ödemanteil und damit erniedrigten relativen Fettgehalt im betroffenen Knochenmark aufweisen. Ziel dieser Studie war es zu prüfen, ob sich die Quantifizierung der Protonendichte-Fettfraktion (PDFF) zur Unterscheidung von erosiver MT1-Endplattendegeneration und infektiöser Spondylitis eignet.

Material und Methoden

53 retrospektiv eingeschlossene Patienten (31 mit MT1-Degeneration, 22 mit infektiöser Spondylitis) erhielten zusätzlich zu einer Routine-MRT eine sagittale mDixon-Quant mit PDFF-Karte der Wirbelsäule. Die prominenteste Wirbelkörperläsion/Patient wurde mittels Histopathologie oder charakteristischem MRT-Befund und Ergebnissen aus klinischen Folgeuntersuchungen als degenerativ oder infektiös klassifiziert. Die mittlere PDFF innerhalb dieser Läsionen wurde zwischen degenerativen und infektiösen Läsionen verglichen. Mittels ROC-Analyse wurde ein PDFF-Schwellenwert zur Differenzierung degenerativer und infektiöser Läsionen definiert.

Ergebnisse

Die mittlere PDFF infektiöser Spondylitiden war mit 4,28±3,12% im Vergleich zu MT1-Degenerationen mit 35,29±17,15% statistisch signifikant niedriger (p<0,001). Ein PDFF-Schwellenwert von <12.7% war geeignet, um infektiöse Spondylitiden mit einer Sensitivität von 100%, Spezifität von 97% und Fläche unter der Kurve von 97% zu unterscheiden (p<0.001). Mit einem falsch positiven Befund im Kollektiv lag die diagnostische Genauigkeit bei 98,1%.

Schlußfolgerungen

Die PDFF bietet eine hohe diagnostische Genauigkeit zur Unterscheidung zwischen erosiver MT1-Degeneration und infektiöser Spondylitis und kann damit möglicherweise zur Vermeidung zusätzlicher und invasiver Untersuchungen ansonsten unklarer Läsionen beitragen.

Häufige Fragen

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Fortbildungspunkte (CME) / Teilnahmebescheinigung

Alle wissenschaftlichen Fortbildungsveranstaltungen werden bei der Landesärztekammer (LÄK) Berlin zertifiziert. Die Landesärztekammer vergibt 1 CME-Punkt pro Lehreinheit (45 Minuten), somit rechnen wir mit der Vergabe von 2-CME Punkten pro 90 Minuten-Session.

Wenige Tage nach einem Live-Webinar erhalten Sie den Nachweis über Ihre Teilnahme per E-Mail. Darin werden auch die CME-Punkte ausgewiesen.

Bitte beachten Sie: Um Ihre Teilnahmedaten automatisch an die LÄK übermitteln zu können, benötigen wir Ihre Einheitliche Fortbildungsnummer (EFN). Diese können Sie bei Ihrem Mitgliedsantrag oder der Veranstaltungsanmeldung (Online-Anmeldeformular) angeben oder uns vor Teilnahme an den Webinaren per E-Mail an kongress@drg.de schicken.
Die automatische Übermittlung erfolgt ab dem Zeitpunkt des Vorliegens der EFN. Für zurückliegende Teilnahmebescheinigungen müssen Sie diese selbstständig bei der LÄK einreichen. Liegt uns Ihre EFN nicht vor, müssen Sie Ihre Teilnahmebescheinigung bei der zuständigen LÄK, bei der Ihr Fortbildungspunktekonto geführt wird, selbstständig einreichen.

CME-Punkte werden nur für Live-Webinare, jedoch nicht für das Ansehen der Aufzeichnungen auf conrad, der interaktiven Lernplattform der DRG, vergeben.