Refresher-Kurs

Herz I - Mein größter Fehler in der kardialen Bildgebung

Herz I - Mein größter Fehler in der kardialen Bildgebung
Samstag, 23. April 2022 · 08:30 bis 09:45 Uhr
23
April

Samstag, 23. April 2022

08:30 bis 09:45 Uhr · ZoomWebinar  in Kalender übernehmen:   iCal  ·  Google

Veranstaltungsdetails

Veranstalter
Deutsche Röntgengesellschaft e.V
Art
Refresher-Kurs
Thema
Herzdiagnostik
Zielgruppe
Andere, Ärzte in Weiterbildung (AiW), Fachärzte, Ingenieure / Naturwiss.

Zertifizierungen

2 CME Punkte Kategorie A

Informationen

Moderation
Matthias Gutberlet (Leipzig)

Ablauf

08:30 - 08:45

Vortrag (Fortbildung)

Pitfalls in der kardialen Bildgebung: Welche sollte man dringend kennen!

Claas Philip Nähle (Lünen)

08:45 - 09:00

Vortrag (Fortbildung)

Meine größten Fehler in der kardialen CT

Martin Soschynski (Freiburg)

Kurzzusammenfassung

Auch in der kardialen Computertomographie (Kardiale CT) sind die wahrscheinlich häufigsten Fehler, die wir als Radiologen machen können, perzeptiver Natur. D.h. wir übersehen einfach Befunde. Diese können u.a. aus Müdigkeit, Ablenkung aber auch einer falschen Einschätzung der Prätestwahrscheinlichkeit resultieren. Hierzu werden wir zwei Fallbeispiele mit den Zuhörern interaktiv besprechen. Nicht alle übersehenen Befunde haben allerdings eine klinische Konsequenz, was wir ebenfalls zeigen werden. Die zweite Fehlerklasse ist kognitiver/interpretativer Art. Auf Klassiker, wie z.B. „Overreading“ von Koronarstenosen bei verkalkten Plaques, welche zu Beginn Pitfalls darstellen können, möchten wir uns jedoch nicht fokussieren, sondern lieber zwei spannendere Fallbeispiele interaktiv besprechen, die selbst geübten Untersuchern initial Probleme bereiteten und aus denen wir selbst lernen konnten. Da die Kardiale CT mehr als andere Untersuchungen von der technischen Durchführung abhängt, werden wir vor allem hierzu Pitfalls zeigen.

Lernziele

„Real life“-Cases zeigen Fehler in der Perzeption, Kognition und Akquisition. Diese werden interaktiv mit den Zuhörern besprochen. Ziel ist das Kennenlernen typischer und seltener Fehler in der kardialen CT sowie Vermeidungs- und Lösungsstrategien.
09:00 - 09:15

Vortrag (Fortbildung)

Meine größten Fehler in der kardialen MRT

Julian Luetkens (Bonn)

09:15 - 09:18

Vortrag (Case-Report)

Seltene kardiale Beteiligung einer Statin-assoziierten immunmediierten nekrotisierenden Myopathie.

Ulrike Grzyska (Lübeck)

weitere Autoren

Sophie Biedermann (Lübeck) / Ole Hudowenz (Lübeck) / Joerg Barkhausen (Lübeck) / Franz Wegner (Lübeck)

Einleitung

Die immunmediierte nekrotisierende Myopathie (IMNM) ist eine seltene Form der Myositis, bei der Antikörper gegen 3-Hydroxy-3-Methylglutaryl-CoA-Reduktase (Anti-HMGCR) vorkommen können. Diese, mit einer Statin-Einnahme assoziierte Form der autoimmunen Myopathie betrifft in der Regel die Skelettmuskulatur. Das Myokard ist bei den IMNM nur selten beteiligt. (1)

Amamnese

Ein 71-jähriger Patient stellte sich mit Schwäche und Schmerzen in den Oberschenkeln und Belastungsdyspnoe seit 3 Wochen in der Notaufnahme vor. Der Patient nahm u.A. täglich 40 mg Atorvastatin. Troponin T- und Creatin-Kinase waren deutlich erhöht. Echokardiographisch bestand eine septale Hypokinesie sowie eine reduzierte Ejektionsfraktion (LV-EF = 45%). Eine stenosierende KHK konnte invasiv ausgeschlossen werden. Im MRT der Oberschenkel zeigte sich eine symmetrische Kontrastmittelanreicherung der dorsalen Muskulatur (Bild A). Eine kardiale MRT ergab ein fokales mittmyokardiales Late Gadolinium Enhancement des Ventrikelseptums und der linksventrikulären Lateralwand (Bild B). Bioptisch erfolgte der Nachweis von nekrotischen Skelettmuskelfasern. Im Blut konnten Anti-HMGCR-Antikörper nachgewiesen werden. Nach Absetzen der Statine und Beginn einer immunsupressiven Therapie verbesserte sich der Zustand des Patienten. (2)

Diskussion

Der Einsatz von Statinen hat eine besondere Form der immunmediierten nekrotisierenden Myopathien aufgedeckt, welche mit dieser assoziiert sind (1). Eine kardiale Beteiligung einer Anti-HMGCR-Myopathie ist eine äußerst seltene, aber bedeutende Differentialdiagnose bei Patienten mit Statin-Medikation und plötzlich einsetzenden Herzinsuffizienz-Symptomen. Mittels MRT und dem Nachweis von Anti-HMGCR-Antikörpern kann die Diagnose nicht invasiv gesichert und eine kardiale Beteiligung detektiert werden.

Quellen

1. Mohassel P, Mammen AL. Anti-HMGCR Myopathy. J Neuromuscul Dis. 2018;5(1):11–20.
2. Wegner F, Biedermann S, Hudowenz O. Anti-HMGCR myopathy with cardiac involvement. Eur Hear J - Cardiovasc Imaging. 2021.

Bilder (JPG, DCM, DICOM)

09:18 - 09:45

Diskussion

Diskussion

Häufige Fragen

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Fortbildungspunkte (CME) / Teilnahmebescheinigung

Alle wissenschaftlichen Fortbildungsveranstaltungen werden bei der Landesärztekammer (LÄK) Berlin zertifiziert. Die Landesärztekammer vergibt 1 CME-Punkt pro Lehreinheit (45 Minuten), somit rechnen wir mit der Vergabe von 2-CME Punkten pro 90 Minuten-Session.

Wenige Tage nach einem Live-Webinar erhalten Sie den Nachweis über Ihre Teilnahme per E-Mail. Darin werden auch die CME-Punkte ausgewiesen.

Bitte beachten Sie: Um Ihre Teilnahmedaten automatisch an die LÄK übermitteln zu können, benötigen wir Ihre Einheitliche Fortbildungsnummer (EFN). Diese können Sie bei Ihrem Mitgliedsantrag oder der Veranstaltungsanmeldung (Online-Anmeldeformular) angeben oder uns vor Teilnahme an den Webinaren per E-Mail an kongress@drg.de schicken.
Die automatische Übermittlung erfolgt ab dem Zeitpunkt des Vorliegens der EFN. Für zurückliegende Teilnahmebescheinigungen müssen Sie diese selbstständig bei der LÄK einreichen. Liegt uns Ihre EFN nicht vor, müssen Sie Ihre Teilnahmebescheinigung bei der zuständigen LÄK, bei der Ihr Fortbildungspunktekonto geführt wird, selbstständig einreichen.

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