Case Report 104

Case-Reports: Interventionen

Case-Reports: Interventionen
Mittwoch, 25. Mai 2022 · 16:00 bis 16:45 Uhr
25
Mai

Mittwoch, 25. Mai 2022

16:00 bis 16:45 Uhr · Raum: Terrassensaal A  in Kalender übernehmen:   iCal  ·  Google

Veranstaltungsdetails

Veranstalter
Deutsche Röntgengesellschaft e.V
Art
Case Reports
Thema
Interventionelle Radiologie

Zertifizierungen

Informationen

Moderation
Anne Frisch (Berlin)

Ablauf

16:00 - 16:03

Vortrag (Case-Report)

Perkutane Behandlung von enterokutanen Fisteln mit Abszess-Fistel-Komplex

Nael Abusalim (Hanau)

weitere Autoren

Jörg Bollmann (Hanau) / Johannes Hausmann (Hanau) / Constantin Chitu (Hanau) / Cindy Giesbert (Hanau) / Christopher Bangard (Hanau)

Einleitung

GI-enterokutane Fisteln sind häufig sehr schwerwiegende Komplikationen, die in den meisten Fällen extrem protrahierten Verlauf mit rezidivierenden Entzündungskonstellation und Krankenhausaufenthalten zeigen sowie mit hoher Morbidität und Mortalität verbunden sind. Chirurgische Interventionen sind oft limitiert oder sehr traumatisch. Die Mehrzahl der Fisteln (ca. 75-85%) treten als postoperative Komplikation auf. Weitere Ursachen sind Komplikationen von entzündlichen Darmerkrankungen, Neoplasien, Traumata oder Strahlentherapie. In einem interdisziplinären Konzept kann die Interventionelle Radiologie eine minimal-invasive Alternative zu Operation oder rein konservativer langwieriger Therapie sein, um die Morbidität und Mortalität zu senken. Anhand des vorliegenden Falles skizzieren wir interventionelle Strategie zum Traktverschluss bei enterokutanen Fisteln.

Amamnese

77 jährige Patientin mit einem kompletten Verwachsungsbauch und Adhäsionsileus. Multiplen Dünndarmperforationen nach komplexer Adhäsiolyse. Im Verlauf rezidivierende subfibrile Temperaturen und erhöhte Entzündungswerte. Im CT zeigten sich enterenterale Abszeßbildungen im kleinen Becken mit einem Schlauchartigen enterokutanen Fistelgang und Hautulkus, aus dem sich permanent Pus entleerte (Abb. 1+2). In einem zweizeitigen Vorgehen nach Einlage einer Abszess-Drainage führten wir 5 Tage später eine perkutane Embolisation von zwei enterokutanen Fisteln mit Coils und Histoacryl (Abb. 3 + 4). Zustand der Patientin verbesserte sich rasch. Kein Abszessrezidiv im Beobachtungszeitraum (Abb. 5).

Diskussion

Perkutane interventionelle Techniken bietet wertvolle und komplikationsarme Therapieoption bei enterokutanen Fisteln in ausgewählten Fällen, um die Morbidität und Mortalität zu senken.

Quellen

Interventional management of gastrointestinal fistula
Se Hwan Kwon et al. Korean J Radiol. Nov-Dec 2008

Abscess-Fistula Complexes: A Systematic Approach for Percutaneous Catheter Management.
Ballard DH et al. J Vasc Interv Radiol. 2015 Sep

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16:03 - 16:06

Vortrag (Case-Report)

Erfolgreiche perkutane Embolisation einer arteriellen Blutung nach CT-gesteuerter paravertebraler Biopsie

Christian Gernhardt (Essen)

weitere Autoren

Yan Li (Essen) / Johannes Grüneisen (Essen)

Einleitung

CT-gestützte, perkutane Biopsien sind mit einer Morbidität von 0,01 – 2,1% sichere minimalinvasive Prozeduren der interventionellen Radiologie (1). Gefäßverletzungen mit arteriellen Blutungen sind hierbei eine seltene, potentiell lebensbedrohliche Komplikation. Dieser Fall illustriert die Möglichkeit der perkutanen Embolisation einer arteriellen Blutung aus einer Interkostalarterie mittels Flüssigklebstoff als schnelle Behandlungsoption diese Komplikation.

Amamnese

Ein 38-jähriger Lymphompatient erhielt eine CT-gesteuerte Biopsie einer rezidivsuspekten rechts paravertebralen Raumforderung von ca. 6 x 2 cm Größe in Höhe von BWK 10. Nach der Probenentnahme zeigte sich ein pulsierender Blutaustritt aus der 17-G-Punktionskanüle, welcher nicht sistierte und als arterielle Blutung interpretiert wurde. Die 18-G-Biopsienadel wurde als tamponierender Mandrin replatziert und es zeigte sich in einer mehrphasigen KM-gestützten CT-Serie eine Verletzung der rechten Th-10-Interkostalarterie durch eine endovaskuläre Position der Nadelspitze (Abb. 1). Es erfolgte eine perkutane, endovaskuläre Therapie durch Injektion von 0,5 ml einer Mischung aus N-Butyl-Cyanoacrylat-Metacryloxysulfolan (Glubran2®) und Lipiodol®, wodurch die Th-10-Interkostalarterie okkludiert wurde (Abb. 2). Der Patient war allzeit hämodynamisch stabil und konnte am Folgetag entlassen werden.

Diskussion

Eine endovaskulär penetrierende Nadelverletzung von Interkostalarterien bei einer CT-gesteuerten Punktion der Paravertebralregion ist eine seltene Komplikation mit Handlungsbedarf.
Flüssigklebstoffe bieten als schnelle, sichere, effektive Embolisate (2) eine Alternative zu weiteren aufwändigeren Embolisationsmethoden wie dem angiographischen Coiling. Essentiell für diese Strategie ist das Belassen der Punktions- und Biopsienadel „in situ“ als Zugangsweg und Markierung.

Quellen

1) E Rimondi et al. European Spine Journal 2008; 17: 975-981
2) O Chevallier et al. Diagnostic and Interventional Imaging 2021; 102: 479-487

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16:06 - 16:09

Vortrag (Case-Report)

Superselektive Embolisation ist Supereffektive Therapie des High-Flow-Priapismus

Ahmed Shamloul

weitere Autoren

Gamze Arslan (Arnsberg) / Liliana Frunza (Arnsberg) / Benjamin Reichardt (Arnsberg) / Alexander Ranft (Arnsberg)

Einleitung

Priapismus ist ein seltener Zustand, bei dem der Penis mehr als vier Stunden lang ohne sexuelle Stimulation erregt ist. Mehrere Ursachen können Priapismus auslösen, darunter Medikamente, Traumata und Grunderkrankungen wie eine Sichelzellenanämie [1]. Es gibt Low-Flow- und High-Flow-Priapismus-Typen (LFP & HFP). Die häufigste Ursache für HFP ist posttraumatisch, bei der es zu einer Fistelentwicklung zwischen der Arterie und den Lakunarräumen des Sinusgewebes kommt [2].

Amamnese

Ein 60-jähriger Patient stellte sich in der urologischen Abteilung mit einem seit 3 Wochen bestehendem Priapismus bei Z.n. transurethraler Biopsie vor. Mittels FDKS wurden High Flow -AV-Fisteln in den Schwellkörpern, 2 rechtsseitig und 1 linksseitig, festgestellt. Die anfängliche Behandlung mittels einer Drainage war unwirksam. Zunächst wurde durch die Angiologen nach einer erfolgten venösen Blutentnahme an falscher Position ein venöser Stent in die Vena iliaca interna implantiert und mit einem Amplatzer-Plug verschloßen. Der erfolgte Eingriff führte zu einem einseitigen Fortschreiten des Priapismus mit begleitenden Schmerzen sowie einer Penisdeviation zur kontralateralen Seite. Der Patient wurde nach 6 Wochen zur Intervention in unserer radiologischen Abteilung vorgestellt. Zusammenfassend wurden gekrümmten 5 F-Schleuse über das AFS auf beiden Seiten in die AII eingeführt. Die Ersten Embolisationsversuche auf der rechten Seite waren sowohl durch Blutkoagel als auch durch Detachable Coils erfolglos. Lediglich die Injektion einer 0,5 ml Lipidol/Alkohol 2:1-Mischung war erfolgreich. Auf der linken Seite führte die Injektion von Histoacryl zu einer sofortigen deutlichen Verbesserung der Tumeszenz. Nachuntersuchungen ergaben keine Nekrosen oder erektile Dysfunktion.

Diskussion

Die superselektive Embolisation ist sehr effizient und sicher in der Behandlung der HFP mit geringer Rezidivhäufigkeit und ohne Beeinträchtigung der Erektionsqualität.

Quellen

1-DOI: 10.1097/MD.0000000000022618
2-DOI: 10.1016/j.eururo.2013.11.008

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16:09 - 16:12

Vortrag (Case-Report)

Retrograde transkollaterale Rekanalisation der A. iliaca interna.

Nael Abusalim (Hanau)

weitere Autoren

Jan Schwonberg (Hanau) / Amin Rouhollahpour (Hanau) / Laura Meloni (Hanau) / Christopher Bangard (Hanau) / Karsten Schmidt-Schoormann (Hanau) / Christoph Bojkow (Hanau)

Einleitung

Claudicatio gluteales ist eine häufige Folge eines Verschlusses oder einer Stenose der A. iliaca interna (AII). Endovaskuläre Behandlung ist eine Standardtherapie der atherosklerotischen Läsionen der AII. Bei einem ostialen Verschluss der AII können antegrade Rekanalisationsversuche erfolglos bleiben. Anhand des vorliegenden Falles skizzieren wir die seltene Möglichkeit einer transkollateralen Rekanalisation der AII.

Amamnese

Ein 73-jähriger Patient stellte sich vor mit belastungsabhängigen rechtsseitigen glutealen Schmerzen. Er beschreibt eine schmerzfreie Gehstrecke von max. 50 m. FKDS zeigte einen ostialen Verschluss der rechten A. iliaca int. sowie eine weitere hochgradige Stenose im Hauptstamm der rechten A. iliaca int. bei ausgeprägter Atherosklerose. Der Befund wurde mittels MR-Angiographie bestätigt (Abb.1). Es folgte ein 6F cross-over Zugang von links. Alle antegrade Sondierungsversuche der rechten AII sind frustran geblieben (Abb. 2). Die DSA zeigte eine kollaterale Kontrastierung der rechten AII über die A. circumflexa ilium profunda distal des Verschlusses. Daraufhin erfolgte eine transkollaterale retrograde Sondierung der rechten AII mit Hilfe Mikrokathet. (Progreat 2,7 F, Terumo) und 14" Führungsdraht (Advantage Guide Wire, Terumo) (Abb. 3). Ausleiten des Drahtes über die femorale Schleuse links. Anschließend Ballondilatation des Ostiums mit einem 5mm Ballon und zusätzlich Stentimplantation (6-27mm Visi Pro) (Abb. 4). Die Kontrolle zeigt regelrecht perfundierte AII (Abb. 5).

Diskussion

In Kenntnisse über die Röntgenanatomie der Kollateralsysteme im Stromgebiet der Iliacalarterien kann beim Versagen der antegraden Rekanalisation der A. iliaca interna einen transkollateraler Ansatz in Betracht gezogen werden.

Quellen

Donas, K. P., A. Schwindt, et al. (2009). „Endovascular treatment of internal iliac arteryobstructive disease.“ J Vasc Surg49

Hassen-Khodja, R., M. Batt, et al. (1987). „Radiologic anatomy of the anastomotic systems of the internal iliac artery.“ Surg Radiol Anat9

Bilder (JPG, DCM, DICOM)

16:12 - 16:15

Vortrag (Case-Report)

Die juguläre Variante des Eagle Syndroms

Johann Krichbaum (Münster)

weitere Autoren

Walter Heindel / Paul Stracke

Einleitung

Das durch einen elongierten Processus styloideus verursachte Syndrom wird in die klassische Variante mit ipsilateralem Schmerz und Dysphagie sowie die Karotis-Variante mit zusätzlich cerebraler Ischämie eingeteilt. Zudem ist das juguläre Eagle Syndrom beschrieben, das durch Kompression der Vena jugularis interna (VJI) zwischen dem Processus styloideus und dem Processus transversus des HWK 1 verursacht wird und sich mit variabler Symptomatik wie Kopfschmerzen bis hin zu perimesencephaler Blutung präsentieren kann. Neben Physiotherapie und medikamentöser Analgesie ist die operative Therapie die Methode der Wahl. In seltenen Fällen kann eine interventionelle Stentimplantation durchgeführt werden.

Amamnese

Ein 37-jähriger Patient stellte sich mit seit 9 Monaten bestehendem, isoliert linksseitigem, pulssynchronem Tinnitus vor. Eine CT-A zeigte einen elongierten Processus styloideus bilateral mit linksseitiger, hochgradiger Stenosierung der VJI im Segment unterhalb der Schädelbasis. Eine invasive Angiographie wies einen Druckgradienten entlang der VJI sowie nuchale und pterygoidale venöse Kollateralen nach. Bei hohem Leidensdruck wurde eine linksseitige Styloidektomie durchgeführt. Die postoperative CT-A zeigte weiterhin eine schmalkalibrige VJI. Bei subjektiv nur geringer Beschwerdebesserung folgte 9 Monate postoperativ eine interventionell angiographische Verlaufskontrolle bei wachem Patient. Die Taillierung der VJI zeigte sich unter Balloninsufflation flexibel und vollständig regredient, kam nach Deflation jedoch unverändert zur Darstellung. Ein Stenting der extrakraniellen VJI mittels 7x40 mm Precise Stent bewirkte eine deutliche Symptomreduktion.

Diskussion

Das juguläre Eagle Syndrom bedarf einer ausführlichen Anamnese und Diagnostik. Eine Symptomlinderung kann nach operativer Therapie insbesondere bei narbigen Veränderungen der Venenwand ausbleiben. Eine Stentimplantation als individueller Heilversuch kann mittels interventioneller Angiographie evaluiert werden.

Quellen

Badhey, A., Jategaonkar, A., Anglin Kovacs, A. J., Kadakia, S., De Deyn, P. P., Ducic, Y., Schantz, S., & Shin, E. (2017). Eagle syndrome: A comprehensive review. In Clinical Neurology and Neurosurgery (Bd. 159, S. 34–38). Elsevier BV. https://doi.org/10.1016/j.clineuro.2017.04.021

Zamboni, P., Scerrati, A., Menegatti, E., Galeotti, R., Lapparelli, M., Traina, L., Tessari, M., Ciorba, A., De Bonis, P., & Pelucchi, S. (2019). The eagle jugular syndrome. In BMC Neurology (Bd. 19, Issue 1). Springer Science and Business Media LLC. https://doi.org/10.1186/s12883-019-1572-3

Bilder (JPG, DCM, DICOM)

16:15 - 16:18

Vortrag (Case-Report)

Interventionelle Bergung eines abgerissenen und durch ein persistierendes Foramen ovale in beide Vorhöfe migrierten Portkatheters

Anna Linder (Leipzig)

weitere Autoren

Sebastian Ullrich (Leipzig) / Nicolas Linder (Leipzig) / Holger Gößmann (Leipzig) / Timm Denecke (Leipzig) / Sebastian Ebel (Leipzig)

Einleitung

Ein Portkatheterabriss mit -dislokation ist eine seltene Komplikation, die z.B. durch ein Einklemmen zwischen der ersten Rippe und der Clavikula (Pinch-off Syndrom) entstehen kann. Wir präsentieren den sehr seltenen Fall eines dislozierten Portkatheters, welcher durch ein PFO anteilig in den linken Vorhof migriert ist und durch ein interventionell Radiologisches Vorgehen geborgen werden konnte.

Amamnese

Bei einer 61-jährigen Patientin wurde ein Port zur neoadjuvanten Chemotherapie bei Mamma-Ca über die rechte Vena subclavia implantiert. Nach Abschluss der Chemotherapie wurde das Portsystem aufgrund des schwierigen peripheren Venenstatus belassen. In einer Staging-CT 16 Monate nach Abschluss der Therapie zeigte sich ein Abriss des Portkatheters auf Höhe des Durchtritts unter der Clavicula mit Migration des Portkatheters nach intracardial (Fig1). Der Katheter befand sich mit dem proximalen Teil im rechten Vorhof, das distale Ende ragte durch ein PFO in den linken Vorhof. Angesichts der potentiellen Komplikationen erfolgte die interventionelle Bergung unter Fluoroskopie (Fig2a-f). Über einen venösen femoralen Zugang erfolgte die Einbringung einer Schleuse, über die mit einem Rückzugkatheter die transseptale Mobilisierung des Fragments gelang, welches im rechten Vorhof zum Liegen kam. Danach konnte das Fragment mit einem Schlingenkatheter geborgen werden (Fig3). Die Patientin war stets kardiologisch unauffällig.

Diskussion

Obwohl es sich häufig um Zufallsbefunde handelt, wird in der Literatur die Entfernung abgerissener Portkatheter empfohlen [1,2]. Der vorliegende Fall beweist, dass auch transseptal gelegene Katherfragmente endovaskulär geborgen werden können und ein herzchirurgischer Eingriff vermieden werden kann.

Quellen

1. Machat S. et al, Complications of central venous port systems: a pictorial review. Insights Imaging 10, 86 (2019)
2. Gebauer B. et al, Radiological interventions for correction of central venous port catheter migrations. Cardiovasc Intervent Radiol. 2007 Mar-Apr; 30(2):216-21

Bilder (JPG, DCM, DICOM)

16:18 - 16:21

Vortrag (Case-Report)

Fallvorstellung einer spontanen kompletten Thrombose der intra- und extrahepatischen Pfortader und der Vena mesenterica mit rascher Remission unter alleiniger Heparin-Perfusor-Therapie.

Mohammed Misbahuddin-Leis

weitere Autoren

Burhan Ademi (Hof) / Muzaffer Javed Ankolvi (Hof) / Kriztina Dubasz (Hof) / Manisha Mishra (Hof) / Christian Graeb (Hof) / Boris Radeleff (Hof)

Einleitung

Wir berichten über einen 61-jähriger Patient, der sich ohne bekannte Vorerkrankungen mit vor einem Tag aufgetretenen, andauernden und zunehmenden Bauchbeschwerden mit Übelkeit und Meteorismus akut in unsere Notaufnahme vorstellte. Klinisch wurde ein weiches Abdomen mit Druckschmerz im oberen linken und mittleren Quadranten ohne Rigidität festgestellt. Im Laborparameter ergaben sich, außer einer mäßigen Erhöhung des CRP-Wertes, keine Auffälligkeiten.

Amamnese

Die Sonographie zeigte diffuse erweiterte Dünndarmschlingen mit Pendelperistaltik. In der zur weiteren Abklärung durchgeführten CT-Untersuchung des Abdomens fand sich eine Wandverdickung eines 20-30cm langen Dünndarmsegmentes als Anzeichen einer venösen Stauung verursacht durch eine vollständige akute intra- und extrahepatische Thrombose der Pfortader (PVT) mit thrombotischem Material auch in der Vena mesenteric superior und der Milzvene. Im CT fanden sich venöse Perfusionsdefekte des rechten Leberlappens, jedoch wurde eine akute Blutung und Pneumatosis intestinalis ausgeschlossen. Nach sofortiger interdisziplinärer Diskussion (Allgemeinchirurgie, Gastroenterologie und Radiologie) wurde mit einer kontrollierten kontinuierlichen intravenösen Heparintherapie (PTT-Wert 60-70) unter totaler parenteraler Ernährung begonnen.

Diskussion

Das klinische Bild verbesserte sich rasch innerhalb der ersten 48h. Am folgenden Tag zeigte im kontrastverstärkter CT-Scan eine Abnahme des Ödems der Dünndarmwände, ohne Veränderung der PVT. Das Follow-up-CT am Tag 30 zeigte eine beginnende Rückbildung und nach 3 Monaten eine vollständige Remission der PVT mit lediglich kleiner Restthrombose in der VMS. Angesichts der unklaren Ätiologie und der potentiellen Komplikationen wurde eine lebenslange Antikoagulation mit Rivaroxaban (XARELTO®; Bayer AG) empfohlen. Wir stellen den Fall der erfolgreichen Behandlung einer vollständigen intra-und extrahepatischen Pfortader-Thrombose mittels alleiniger Heparin-Perfusor-Therapie vor.
16:21 - 16:45

Diskussion

Diskussion

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