103. Deutscher Röntgenkongress: Die Kongresspräsidentin lädt Sie herzlich ein

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

Dr. Kerstin Westphalen leitet das Institut für diagnostische und interventionelle Radiologie an den DRK Kliniken in Berlin-Köpenick und ist die Präsidentin des 103. Deutschen Röntgenkongresses.Dr. Kerstin Westphalen leitet das Institut für diagnostische und interventionelle Radiologie an den DRK Kliniken in Berlin-Köpenick und ist die Präsidentin des 103. Deutschen Röntgenkongresses.© DRK Kliniken Berlinder Deutsche Röntgenkongress hat in den letzten zwei Jahren einen umfassenden digitalen Transformationsprozess durchlaufen. Eigentlich aus der Not heraus geboren und als Übergangslösung gedacht, sind die Erfahrungen jedoch so positiv, dass der Kongress auch in Zukunft digitale Elemente übernehmen und einbinden wird. Auf der anderen Seite habe ich, haben möglicherweise auch Sie gerade in dieser Zeit die Vorzüge von Präsenzveranstaltungen schmerzlich vermisst. Ich freue mich deshalb außerordentlich, dass der 103. Deutsche Röntgenkongress 2022 das Beste aus beiden Welten vereint: digitale Fortbildungsveranstaltungen vom 27. März bis 26. Juni sowie ein dreitägiger Präsenzkongress in Wiesbaden vom 25. bis 27. Mai, der damit kürzer als seine Vorgänger ist, weniger Parallelstrukturen aufweist, aber auch wieder vor Ort einen Marktplatz für die Industrie bereithält. Das RheinMain CongressCenter stellt mit seiner einladenden modernen, funktionalen Architektur, der besonderen Atmosphäre und seiner zentralen Lage den idealen Rahmen dar, um sich endlich wieder persönlich mit Kolleginnen und Kollegen auszutauschen und den Kongress auch wieder zu einem sozialen Ereignis für die Radiologie in Deutschland zu machen. Darauf freue ich mich sehr!

Was mich als Radiologin besonders beschäftigt und mein tägliches Arbeiten wesentlich mitbestimmt, ist die Frage, wie die Zukunftsfähigkeit der Radiologie gesichert werden kann. Es gibt hierfür meines Erachtens zwei zentrale Erfolgsfaktoren, die sich einander zudem bedingen: Die Radiologie der Zukunft muss ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltig sein und sie benötigt thematische, methodische und personelle Vielfalt. Ich habe deshalb diese beiden Aspekte in den Mittelpunkt des Mottos für den 103. Deutschen Röntgenkongress gerückt: „Vielfalt leben – Zukunft gestalten“.

Aus dem Kongressmotto leiten sich auch unmittelbar zwei meiner Schwerpunktthemen ab:
Diversity und Nachhaltigkeit. Beide Themen sind zweifelsohne von übergeordneter gesellschaftlicher Relevanz, sie sind auch in vielen anderen Gesundheitsbereichen bereits angekommen und werden intensiv diskutiert, sodass auch für uns Radiolog:innen kein Weg mehr daran vorbeiführt.
Unter Diversity versteht man in erster Linie die positive Betrachtung des Phänomens personeller Vielfalt. Die DRG hat sich bereits des Themas angenommen und mit Diversity@DRG eine Initiative gestartet, um Ideen und Modelle zu erarbeiten, wie die Radiologie größere Vielfalt abbilden und bestehende und anzuwerbende Potenziale besser nutzen kann. Diversity bietet aber auch darüber hinaus spannende Anknüpfungspunkte für die Radiologie – hinsichtlich ihrer bildgebenden Methoden und Verfahren, möglicher und realer interdisziplinärer Strukturen, neuer Arbeitsmodelle oder auch mit Blick auf die Vielfalt an Patientengruppen. Diversität soll sich auch unmittelbar in der Organisation des Kongresses abbilden – zum Beispiel über einen deutlich höheren Anteil von Referentinnen.

"Vielfalt leben – Zukunft gestalten": So lautet das Motto des 103. Röntgenkongresses.© DRGWie können wir den Energieverbrauch von Großgeräten effizienter gestalten? Was meint patientenzentrierte Radiologie? Wie kann eine planvolle und ergebnisorientierte Kommunikation mit Patient:innen, Kolleg:innen und Mitarbeiter:innen aussehen? Und welche Konzepte hält die Industrie für die Zukunft bereit? Der zweite Themenschwerpunkt Nachhaltigkeit in ihrer ökologischen, ökonomischen und sozialen Dimension betrifft die Radiologie unmittelbar und es wird spannend werden zu erfahren, welche Ansätze und Lösungen es bereits in der Praxis gibt. Aber auch hier gilt es, nicht nur darüber zu reden, sondern konkrete und sichtbare Umsetzungen direkt in den Kongress einfließen zu lassen – beispielsweise durch den Verzicht auf Einwegverpackungen und Druckmaterialien und ein Catering, das saisonal, regional, biologisch beziehungsweise fair trade ist. Und es freut mich, dass unsere Industriepartner dieses Thema so positiv aufgenommen haben und wir nun gemeinsam Möglichkeiten für einen nachhaltigen Standbau ausloten.

Die DRG hat in der Vergangenheit bereits einiges für die Nachhaltigkeit getan, indem sie beispielsweise die Digitalisierung aller Mitgliederangelegenheiten vorangetrieben hat, einen nachhaltigen Wissenstransfer über die Akademie, den digitalen Röntgenkongress und die digitale Lernplattform conrad sicherstellt und durch feste Gremienbeteiligung des Forums Junge Radiologie an die nächste Generation denkt. Seit Frühjahr 2021 gibt es außerdem die DRG-Initiative Nachhaltigkeit@DRG, die sich zum Ziel gesetzt hat, Ideen und Instrumente zu entwickeln, um die Nachhaltigkeit in all ihren Dimensionen in der DRG und der Radiologie allgemein zu fördern.

Der 103. Deutsche Röntgenkongress rückt noch zwei weitere Themen in den Vordergrund – zum einen wegen eines beeindruckenden Jubiläums, zum anderen aufgrund meiner persönlichen Expertise und Leidenschaft.

Am 8. April 1971 wurde die erste CT-Aufnahme eines Menschen gemacht: Der britische Elektrotechniker Godfrey Hounsfield scannte damals eine Patientin mit ihrer Hirnzyste. Heute ist die Computertomografie als bildgebendes Verfahren aus dem Alltag unserer Abteilungen und Praxen nicht mehr wegzudenken und – allen Unkenrufen zum Trotz – in vielen Bereichen, insbesondere bei onkologischen Fragestellungen, die Modalität der Wahl. Anlässlich ihrer über 50-jährigen Geschichte soll die CT einen besonderen Platz im Kongressprogramm einnehmen und Fragen nach Anwendungsmöglichkeiten, Strahlenexposition oder Kontrastmitteleinsatz in den Mittelpunkt rücken.

Meine Leidenschaft gilt der Interventionellen Radiologie, weshalb auch sie auf dem Kongress 2022 einen besonderen Platz einnehmen wird. Neben der Vermittlung von interventionellen Kenntnissen und Fertigkeiten – unter anderem durch Simulator-Trainings – soll es auch um die Vermittlung von klinischem Wissen gehen, das alle Interventionsradiolog:innen für die Indikationsstellung, die Durchführung der Behandlung oder auch für die Nachsorge der Patient:innen dringend benötigen.

Kurzum: Der 103. Deutsche Röntgenkongress steht für ein vielfältiges, nachhaltiges und zukunftsweisendes Programm – und dies gleichermaßen für Radiolog:innen, Medizinphysiker:innen und Medizinisch-Technische Radiologieassistent:innen. Seien auch Sie ein Teil der faszinierenden radiologischen Vielfalt und gestalten Sie die Zukunft unseres Fachs mit – digital und vor Ort in Wiesbaden.

Mit herzlichen Grüßen

Ihre
Dr. Kerstin Westphalen
Kongresspräsidentin des 103. Deutschen Röntgenkongresses

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